TÜV-Test: Gute Noten für Breitreifen

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Stellen Breitreifen wirklich ein Sicherheitsrisiko dar?

Breite Reifen sind für Leute gedacht, die auch mal etwas schneller fahren. In der Schweiz sorgten Reifen- und Radgrößen für Zündstoff, ob Breitreifen ein Sicherheitsrisikio seien.  

Dieser Frage ging die Schweizer "autoillustrierte" in einem Test nach. Reifenexperten von TÜV SÜD begleiteten den Test als neutrale Instanz.

Bei Bremstests des TÜV Süd Automotive kam ein 3er BMW Touring mit größer dimensionierten Pneus auf nasser Fahrbahn deutlich eher zum Stillstand als mit der 225 Millimeter breiten 17-Zoll-Serienbereifung. Aus Tempo 80 verkürzte sich zum Beispiel der Bremsweg auf 19-Zöllern mit einer Breite von 225 Millimetern an der Vorderachse und 255 Millimetern an der Hinterachse um 4,1 Meter. 20-Zoll-Reifen mit einer Breite von 235 Millimetern vorne und 275 Millimetern hinten reduzierten den Bremsweg bei Nässe um 1,6 Meter.

Die größten Spritschlucker der Straße

Hier sind die größten Spritfresser: Der sparsamste, der Pickup F-250 von Hersteller Ford, verbraucht im Schnitt etwa 16,2 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Bentley Flying Spur kam im Jahr 2006 auf den Markt. Er verbraucht 17,4 Liter auf 100 Kilometer bei 560 PS. © dpa
Die Limousine 57S von Hersteller Maybach ist mit 612 PS sehr leistungsstark. Allerdings verbraucht das Auto auch 18,1 Liter/100 km. © dpa
Auch Mercedes ist bei den Benzinverbrauchern vertreten. Der ML 63 verbraucht wie der Maybach etwa 18,1 Liter/100 km. © dpa
540 PS stark ist der Ferrari 612 Scaglietti, mit Spitzengeschwindigkeit von 320 km/h - aber er schluckt auch knapp 19 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Bentley Azure war 1998 das teuerste Cabrio der Welt. Das heutige Modell verbraucht 19,6 Liter Super Plus im Schnitt. Im Stadtverkehr schluckt er ordentlich: Über 26 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Supersportwagen Veyron von Bugatti rast mit über 400 km/h nur so über die Straßen - im Schnitt verbraucht er 21,4 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Als Stadtfahrzeug ist der Bugatti allerdings nicht wirklich geeignet. Da erhöht sich der Verbrauch nämlich auf satte 30 Liter/100 km. © dpa
Murciélago, auf Spanisch Fledermaus, ist der Name dieses Lamborghini. Es war der Name eines erfolgreichen Kampfstiers in Spanien. © dpa
Aber er trinkt wohl mehr, als der Stier. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 331 km/h verbraucht der Murciélago im Schnitt 22,4 Liter - der Topschlucker. © dpa

Auch beim Bremsen auf trockener Fahrbahn habe der mit Breitreifen ausgestattete Testwagen bessere Ergebnisse erzielt als mit den Standardpneus, teilt die Organisation in Garching bei München mit. Allerdings nahmen durch den höheren Rollwiderstand der größer dimensionierten Gummis der Kraftstoffverbrauch und die Fahrgeräusche zu. Den Breitreifentest hatte der TÜV Süd Automotive gemeinsam mit der in der Schweiz erscheinenden “auto-illustrierte“ vorgenommen.

dpa

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