Unfallverursacher haftet für Anwaltskosten des Geschädigten

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Nach einem Unfall überlassen es viele ihrem Anwalt, die Schadensansprüche zu regeln. Die Kosten für den Juristen trägt hinterher der Verursacher. Foto: Sven Friebe

Bei einem Unfall ist oft nicht sofort klar, wer ihn verursacht hat. Oft muss erst verhandelt werden, wer welchen Anteil an der Schadenssumme übernimmt. Dadurch entstandene Anwaltskosten trägt am Ende der Verursacher. Das entschied das Amtsgericht Balingen.

Balingen (dpa/tmn) - In aller Regel muss der Verursacher eines Unfalls dem Geschädigten die Rechtsanwaltskosten erstatten. Das gilt auch für die außergerichtlichen Kosten. Allerdings muss die Einbeziehung eines Anwalts erforderlich und zweckmäßig gewesen sein.

In dem Fall stritten die Parteien über die Abwicklung des Schadens nach einem Verkehrsunfall. Die Schuldfrage war geklärt, doch die Geschädigte hatte den gesamten Schriftverkehr von ihrem Rechtsanwalt erledigen lassen. Die Kosten dafür wollte sie ersetzt bekommen. Das Amtsgericht Balingen gab ihr Recht (Az.: 4 C 322/14). Einen Anwalt zu beauftragen, sei nur dann entbehrlich, wenn aus Sicht des Unfallgeschädigten die Haftung dem Grunde und der Höhe nach völlig klar sei. In dem vorliegenden Fall sei aber nicht zweifelsfrei klar gewesen, dass die Geschädigte den Schaden über 9000 Euro vollständig ersetzt bekommen würde.

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