Ein Zwerg im Gelände

+
VW Cross Up: Unterfahrschutz, Dachreling, schwarze Beplankung an den Radhäusern – Optik ist alles …

Seit dem Modellstart des VW Up vor zwei Jahren hat Volkswagen insgesamt 250.000 Exemplare seines Stadtflohs verkauft. Zusätzliche Up-Liebhaber soll jetzt der kleinste VW-SUV gewinnen: der fünftürige Cross Up.

Der 75 PS starke 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner ist ab sofort im Handel – zum Basispreis von 13.950 Euro. Wir haben den jüngsten VW-Spross schon mal unter die Lupe genommen.

Der Aufpreis des Cross Up gegenüber dem ursprünglichen Bruder mit fünf Türen und gleichem Motor beträgt satte 2870 Euro. Dafür wurde dem neuesten, 3,56 Meter langen up-Modell durch einige exklusive Offroad-Elemente ein sportliches Erscheinungsbild verpasst.

Quietsch! Im Cockpit wird es schon mal bunt.

Die Karosserie wurde zwar um 15 Millimeter höhergelegt, das macht den Cross Up noch lange nicht zum Geländewagen. Dazu fehlt ihm u. a. der Allradantrieb. Immerhin schaut er markant aus: An Front und Heck ragt unter den breiten Stoßfängern ein silberner Gelände-Unterfahrschutz hervor, dazu gibt’s schwarze Beplankungen an Radhäusern und Schwellern, Türschutzleisten mit Cross-Up-Schriftzug und 185/50er Reifen auf 16-Zoll-Leichtmetallfelgen. Die serienmäßige Dachreling und die beheizbaren elektrischen Außenspiegel sind silbermetallic lackiert.

Im Inneren des Lifestyle-Zwergs geht’s edel zu: Das Armaturenbrett des Cross Up ist silbern, rot oder schwarz lackiert. Die Sitzbezüge gibt’s in Anthrazit oder Rot in „Cross“-Design. Instrumente und Lufteinlass sind chromumrandet, und auf dem 3-Speichen-Lederlenkrad und Schalthebelknauf prangt ein silbernes Cross-Logo.

Das Platzangebot im Cross Up ist für einen Kleinwagen großzügig und freundlich. Die Sitze sind bequem und auch hinten gibt’s erfreulich viel Bein- und Kopffreiheit. Allerdings ist lediglich der Fahrersitz höhenverstellbar.

Leider müssen wir auch Minuspunkte vergeben: Wie bei anderen Up-Modellen ist das Beifahrerfenster nicht elektrisch bedienbar. Und die Fenster im Fond können lediglich ausgestellt werden.

Der Kofferraum fasst 291 Liter und lässt sich durch Umlegen der zweigeteilten Rückbank auf 959 Liter erweitern. Praktisch ist der in zwei Höhen verstellbare und herausnehmbare Ladeboden.

Der Kofferraum fasst 291 Liter und lässt sich durch Umlegen der zweigeteilten Rückbank auf 959 Liter erweitern.

Der Dreizylindermotor des Cross Up knurrt mit 75 PS munter und dynamisch. Er ist identisch mit dem Aggregat, das auch seine Brüder haben. Er treibt das nur knapp eine Tonne schwere Fahrzeug im unteren Bereich flott an. Tempo 100 schafft der Zwerg in 14,2 Sekunden. Das maximale Drehmoment des drehfreudigen Vierventilers liegt bei 95 Nm. Die Lenkung und die Handschaltung sind leichtgängig, im fünften Gang beschleunigt der VW-Mini allerdings nur noch mühsam. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 167 km/h.

Positiv ist der Spritverbrauch: Trotz temperamentvoller Fahrt in der Stadt und auf der Landstraßen schluckt unser Cross Up laut Bordcomputer im Schnitt mit 5,2 Litern/100 km nur wenig mehr Superbenzin als von VW ausgewiesen.

Klein und robust: Der VW Up als Cross

Klein und robust: Der VW Up! als Cross
Klein und robust: Der VW Up! als Cross feiert auf dem 83. Genfer Autosalon Premiere.  © VW
Klein und robust: Der VW Up! als Cross
Nach Cross Polo, Cross Golf und Cross Touran soll der Kleinste (75 PS) der Lifestyle Familie im Spätsommer zu einem Einstiegspreis von 13.925 Euro erhältlich sein. © VW
Klein und robust: Der VW Up! als Cross
SUV-Optik: Der VW Cross Up verfügt natürlich über mehr Bodenfreiheit (15 Millimeter höhergelegte Karosserie) und 16 Zoll- Alufelgen. Schwarze Radhäuser und eine Dachreling runden den robusten Look ab. © VW
Klein und robust: Der VW Up! als Cross
Serienmäßig sind beim Cross-Modell Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrische Fensterheber vorn, Nebelscheinwerfer, elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel, eine asymmetrisch teilbare und umklappbare Rücksitzbank mit Kopfstützen, ein variabler Ladeboden, ein Drehzahlmesser, eine Multifunktionsanzeige sowie das elektronische Stabilitätsprogramm ESC an Bord. © VW
Offroader VW Cross Up
Die Sitze gibt es im speziellen Trim (wahlweise in Rot oder Anthrazit). © VW
Klein und robust: Der VW Up! als Cross
Die Instrumententafel ist in Rot, Schwarz oder Silber zu haben. Verschiedene Chrom-Details sollen das Cockpit aufwerten. © VW
Klein und robust: Der VW Up! als Cross
Der VW Cross Up feiert auf dem 83. Genfer Autosalon Premiere.  © VW
Klein und robust: Der VW Up! als Cross
Übrigens gibt es - wie üblich bei der Cross-Familie - auch für dieses Modell keinen Allradantrieb. © VW
Klein und robust: Der VW Up! als Cross
Klein und robust: Der VW Up! als Cross © VW
Klein und robust: Der VW Up! als Cross
Klein und robust: Der VW Up! als Cross © VW

Fazit

Der Cross Up ist ein schmucker, flotter und sparsamer Zwerg, der nicht nur im Stadtverkehr Spaß bereitet. Stolz ist allerdings der Basispreis von 13.490 Euro ohne große Extras. Radio und Klimaanlage kosten als Paket 905 Euro und ein tragbares Navi weitere 390 Euro.

Heinz Wilhelm

Mehr zum Thema:

Stadtflitzer im Land-Look: Der VW Cross Up

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Heiße Schlitten, starke Frau: Das ist die neue Miss Tuning - hier sind die Bilder
Heiße Schlitten, starke Frau: Das ist die neue Miss Tuning - hier sind die Bilder
Da bekommt selbst ein Profi Angst: Audi ist rückwärts schneller als ein Porsche
Da bekommt selbst ein Profi Angst: Audi ist rückwärts schneller als ein Porsche
Diesel-Krise: Umtauschen oder nachrüsten? Das rät der Experte
Diesel-Krise: Umtauschen oder nachrüsten? Das rät der Experte
Wissen Sie, wie groß Sicherheitsabstand auf der Autobahn sein muss? Wir verraten es Ihnen
Wissen Sie, wie groß Sicherheitsabstand auf der Autobahn sein muss? Wir verraten es Ihnen

Kommentare