VW Passat Alltrack: Der Grenzgänger

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Macht auf und abseits der Straße eine gute Figur: VW Passat Alltrack

Hält mit Allradantrieb sicher die Spur: der VW Passat Alltrack bei unseren Testfahrten in Ellmau in Tirol...

In der Mittelklasse ist und bleibt der VW Passat das Maß aller Dinge. Das unterstreicht Volkswagen auch mit einer offensiven Modellpolitik: Dem stets etwas biederen Basis-Passat stellten die Wolfsburger vor Kurzem den eleganten CC zur Seite, jetzt erweitern sie mit dem Passat Alltrack das Portfolio in die robust-sportliche Richtung. Aber Halt: Einen Passat Kombi mit SUV-Attitüden – braucht’s den überhaupt?

Der erste Eindruck passt: Unterfahrschutz in Edelstahloptik, Nebelscheinwerfer, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen – da kommt eher ein Sportler denn ein Vertreter-Fahrzeug. Kaum etwas geändert hat sich im Inneren, das bis auf zwei dezente Alltrack-Schriftzüge Passat pur ist. Aber bei der Funktionalität des Cockpits ist das weiß Gott ja nichts Schlimmes.

Stopp, es hat sich noch etwas geändert: Es gibt einen Schalter mehr. In der Mittelkonsole, gleich neben dem Schalthebel, kann der Alltrack-Fahrer das Offroad-Fahrprogramm anschalten. Und genau dieses Programm macht den Alltrack zum Grenzgänger zwischen Straße und Gelände, zwischen Kombi und SUV.

Das Offroad-Programm steuert das ABS neu, aktiviert die Bergabfahrhilfe, sorgt durch höhere Drehzahl für mehr Leistung und reguliert das Gaspedal dahingehend, dass die Fahrt über Stock und Stein besser dosiert werden kann. „Wo man das braucht?“, fragen Sie. Beispielsweise auf Pisten zum Skigebiet, die durch Eis und Schnee schief, bucklig und rutschig sind. Oder auf unbefestigten Wegen (etwa zum Pferdehof), die durch Geröll und Schlaglöcher schwierig zu befahren sind. Solche Strecken meistert der Alltrack mit Bravour – auch dank der um 3 auf 16,5 Zentimeter angehobenen Bodenfreiheit. Übrigens: Bis zu 2,2 Tonnen kann der Alltrack ziehen (nur noch als Nachtrag zum Thema Pferdehof…)

Gutes Zeugnis: Unser Tester Peter Schiebel

An den Fahrleistungen des Passat auf der Straße gibt’s ohnehin wenig zu kritisieren. Der Alltrack steht zunächst mit vier Motorvarianten beim Händler: zwei Benziner mit 1,8 Liter Hubraum und 160 PS sowie 2,0 Liter Hubraum und 210 PS – und zwei Turbodiesel mit jeweils 2 Litern Hubraum und 140 bzw. 170 PS. Die TDI-Varianten verfügen serienmäßig über Start-Stopp-Automatik, was mithelfen soll, den Verbrauch auf 5,2 bzw. 5,9 Liter pro 100 Kilometer zu begrenzen. Werte, die vor allem für den deutschen Markt interessant sind: VW-Sprecher Pietro Zollino geht davon aus, dass 85 Prozent der verkauften Alltrack-Fahrzeuge bei uns Diesel sein werden. Wermutstropen: Serienmäßigen Allradantrieb – 4MOTION, wie er bei Volkswagen heißt – gibt es nur bei den beiden Topmotorisierungen. Die Preise starten bei 33.450 Euro. Und nun zurück zu unserer Eingangsfrage: Braucht’s so ein Auto? Wer öfters mal abseits des Asphalts unterwegs ist oder wer einen Passat Kombi jenseits der Vertreter-Optik fahren möchte, wird diese Frage mit Ja beantworten.

VW Passat Alltrack

VW Passat Alltrack

 

Peter Schiebel

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