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Warnsignale: Gestohlene Autoteile erkennen

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Unseriöse Anbieter setzen Online-Einkäufer gerne unter Druck. Dann ist Vorsicht geboten. Foto: Frank Rumpenhorst

Nicht immer wollen Autobesitzer in neue Ersatzteile investieren. Allerdings kann ein Schnäppchen aus dem Internet auch schnell zum Ärgernis werden. Denn nicht alle erhältlichen Teile sind auch legal.

Stuttgart (dpa/tmn) - Mit gebrauchten Teilen aus dem Internet wollen viele Autofahrer Geld sparen. Manche Schnäppchen sind aber Diebesgut.

Erkennen können Laien geklaute Teile im Internet kaum. "Deshalb funktioniert der Handel für die Diebe ja so gut", erklärt Gunnar Beer vom Auto Club Europa (ACE). Zumindest ein Warnsignal können sehr günstige Preise sein, sagt Beer. "Anbieter drücken außerdem häufig aufs Tempo und wollen den Verkauf schnell abschließen." Soll dann das Geld noch auf Treuhandkonten überwiesen werden, lässt man den Kauf lieber gleich sein.

Für Diebesbanden ist der Verkauf von Anbauteilen wie Scheinwerfer, Airbags, Felgen oder Karosserie besonders lukrativ. "Navis und Radios sind dagegen eher schwer zu verkaufen, weil elektrische Geräte häufig mit einem Code aktiviert werden müssen", erläutert Beer. Getriebe und Motor haben meist eine Seriennummer, die aber gefälscht werden kann.

Wer Zweifel an der koscheren Herkunft eines Ersatzteils hat, sollte den persönlichen Kontakt zum Verkäufer suchen, empfiehlt Beer. "Dann kann man durchaus ein kleines Verhör führen." Warum verkauft er die Teile? Wo hat er sie her? Registriert man in den Antworten auf solche Fragen Widersprüche, kann das ein Indiz für geklaute Teile sein. Eine Garantie sind sie aber nicht, betont der ACE-Experte.

Ein Restrisiko bleibt immer. "Ein geklautes Teil gehört einem nicht", sagt Beer. Hebt die Polizei eine Diebesbande aus und kommt so an die Adressen der Kunden, könne es passieren, dass irgendwann Beamte an der Haustür klopfen. "Dann ist das Teil weg und das Geld auch."

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