"Parkplatzgeschädigter" in Leipzig

Wütender "Strafzettel": Leipziger rechnet mit Falschparker ab

Falschparker sieht niemand gern. Wie dieser "Parkplatzgeschädigte" aus Leipzig aber mit einem solchen Zeitgenossen abrechnet, ist unglaublich. Lesen Sie selbst.

Falschparker in Leipzig haben es anscheinend besonders schwer. Das musste der beziehungsweise die Twitter-Nutzerin @MissAnthro_PIA feststellen, die folgende extreme Botschaft an ihrem Auto vorfand:

Wütende Botschaft an FalschparkerIn: "Idiotisch, egoistisch, rücksichtslos"

Offensichtlich hatte der Fahrer sein Auto ordnungswidrig abgestellt und Platz versperrt. Dies missfiel einem unbekannten  "Parkplatzgeschädigten" beziehungsweise selbsternannten Ordnungshüter so sehr, dass er so richtig vom Leder ließ und sich über die missglückte Parkplatzsuche beschwerte:

"Strafzettel, aber wenn es nach mir ginge, müssten Sie 2 bekommen! Durch Ihr idiotisches, egoistisches und rücksichtsloses Parken beanspruchen Sie einen Platz, der normal für 20 Kamele samt Treiber ausreicht," beginnt die Nachricht an die vermeintliche Parksünderin. 

Und weiter: "Da dieser Zettel wahrscheinlich eh nicht fruchtet, verabschiede ich mich und wünsche Ihnen baldigst einen Motorschaden um 23 Uhr auf der Autobahn bei -20 Grad und Windstärke 12."

Leipziger Wutbürger: Kommt das noch einmal vor, "sch***** ich Ihnen auf die Motorhaube"

Und es geht noch extremer weiter: "Außerdem mögen 1000 Kamelflöhe Ihr A****loch heimsuchen - und zwar dann, wenn Ihre beiden Arme von einer temporären Lähmung befallen sind." Kreativ und aufwändig ist die Nachricht schon, aber selbst mit einem Augenzwinkern irgendwie völlig übertrieben. Besonders der Abschluss der Nachricht, wo der Leipziger Wutbürger androht, seinen Darm auf dem fremden Auto zu entleeren:

"PS: Wenn Sie noch einmal so blöd parken, dann sch***** ich Ihnen auf die Motorhaube!"Die ganze Botschaft können Sie hier im Original-Tweet anschauen:

Nutzerkommentare: Meinungen gehen wie immer auseinander

MissAnthro_PIA selbst schreibt ungläubig dazu: "Hat das einer von euch schonmal gehabt?" Wahrscheinlich kommt es tatsächlich nicht allzu oft, dass sich jemand aus Ärger über einen Parkplatzblockierer so viel Mühe gibt und sogar einen Strafzettel 'fälscht'. So schnell vergessen wird sie oder er die Botschaft aber vermutlich nicht. Die Reaktionen der anderen Nutzer auf fielen hingegen sehr unterschiedlich aus.

Einige schlugen sich auf die Seite des Wutbürgers: "Ordentlich parken -> kein Zettel" meint eine Nutzerin. Ein weiterer Kommentator schreibt: "Wird wohl nicht ohne Grund gewesen sein. Wer nicht vernünftig parken kann, sollte dem Straßenverkehr generell fernbleiben". Ganz neu scheint diese Vorgehensweise indes auch nicht zu sein. Einige Kommentatoren merken an, sie hätten den Text schon einmal gesehen: "Steinalter Gag, kenn ich noch aus den 80ern..." oder: "Den Text hab ich schon mal vor Jahren im Netz gelesen. Also nur copy & paste."

Wie dem auch sei. Eine nicht ganz alltägliche Situation ist das allemal. Auch in diesem Fall mit Hund im Auto wurde eine interessante Botschaft hinterlassen.  

Parkplatzkampf im Großstadtdschungel

Nicht auf die Pelle rücken: Autofahrer sollten dem Vorder- und Hintermann genügend Spielraum zum Rangieren lassen. Foto: Florian Schuh
Nicht auf die Pelle rücken: Autofahrer sollten dem Vorder- und Hintermann genügend Spielraum zum Rangieren lassen. © Florian Schuh
Nahkampfspuren: Beulen, Risse und Kratzer können auch durch Parkrempler entstehen. Foto: Inga Kjer
Nahkampfspuren: Beulen, Risse und Kratzer können auch durch Parkrempler entstehen.  © Inga Kjer
Nicht kreuz und quer: Parkplatzmarkierungen sind verbindlich. Foto: Florian Schuh
Nicht kreuz und quer: Parkplatzmarkierungen sind verbindlich. © Florian Schuh
Ausfahrt geblockt: Bei einem Privatgrundstück ist es Sache des Eigentümers, ob er einen Abschleppdienst ruft. Bei den Kosten dafür muss er aber erst einmal in Vorleistung gehen. Foto: Florian Schuh
Ausfahrt geblockt: Bei einem Privatgrundstück ist es Sache des Eigentümers, ob er einen Abschleppdienst ruft. Bei den Kosten dafür muss er aber erst einmal in Vorleistung gehen. © Florian Schuh
Dicht an dicht: Der seitliche Abstand sollte den anderen Verkehrsteilnehmern noch genügend Raum zum Ein- und Aussteigen lassen. Foto: Florian Schuh
Dicht an dicht: Der seitliche Abstand sollte den anderen Verkehrsteilnehmern noch genügend Raum zum Ein- und Aussteigen lassen.  © Florian Schuh

mop 

Rubriklistenbild: © Screensh ot Twitter / @MissAnthro_PIA

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