ADAC nimmt Umrüstung von VW-Dieselautos unter die Lupe

Der ADAC schaltet sich ein. Foto: Patrick Pleul/Archiv
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Der ADAC schaltet sich ein. Foto: Patrick Pleul/Archiv

München (dpa) - In den Skandal des VW-Konzerns um manipulierte Abgas-Werte bei Dieselfahrzeugen schaltet sich nun auch der ADAC aktiv ein. Nach der vom Kraftfahrt-Bundesamt angeordneten Rückrufaktion will Deutschlands größter Autoclub die angekündigten technischen Anpassungen genau unter die Lupe nehmen. Von Februar an könnten ADAC-Mitglieder ihre betroffenen Fahrzeuge zu Vorher-/Nachher-Messungen anmelden, teilte der ADAC am Sonntag in München mit. Dabei geht es vor allem um mögliche nachteilige Auswirkungen auf Spritverbrauch und Motorleistung. Zuerst hatte die "Bild am Sonntag" über die vom ADAC geplanten Tests berichtet.

Die ausgewählten Autos werden im Abgastestlabor des ADAC-Technikzentrums in Landsberg am Lech untersucht. Dies wird pro Fahrzeug bis zu drei Wochen dauern. Der Autoclub stellt den Besitzern einen Ersatzwagen zur Verfügung. Aus den Anmeldungen sollen in einer ersten Testphase maximal zehn Testfahrzeuge ausgewählt werden. Man werde nicht nur die Testergebnisse veröffentlichen, sondern auch die verbraucherschutzrechtlichen Konsequenzen bewerten, sagte Thomas Burkhardt, ADAC-Vizepräsident für Technik.

Für die erste Testphase werden Fahrzeuge mit 2.0 TDI-Motor gesucht. Allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. So muss ein von VW erhaltener Rückruf mit einer konkreten Aufforderung zu einem Werkstattbesuch vorliegen. Die Testfahrzeuge müssen zudem unfallfrei sein, über ein Schaltgetriebe verfügen und dürfen nicht mehr als 140 000 Kilometer auf dem Tacho haben.

Homepage ADAC

ADAC-Aufruf zur Testteilnahme

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