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Adieu, Aufstieg? Nürnberg nach Remis vor Mission Impossible

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FC St. Pauli - 1. FC Nürnberg
Sankt Paulis Team steht nach dem Spiel im Kreis zusammen. © Christian Charisius/dpa

Nach dem späten Ausgleichstreffer gegen den FC St. Pauli herrscht bei den Nürnbergern sowohl Freude als auch Frust. Doch nach dem Torfest von Darmstadt wissen die Franken, dass ihnen nur ein Fußball-Wunder den Aufstieg noch bringen kann.

Hamburg/Nürnberg - Nach 90 Minuten wusste noch keiner so recht, ob es jetzt etwas zu feiern gibt oder doch die Enttäuschung vorherrschen sollte. Der eine Punkt, den sich der 1. FC Nürnberg in der Nachspielzeit am Freitag bei Fußball-Zweitligist FC St. Pauli durch einen Treffer von Taylan Duman in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum 1:1-Endstand erkämpft hatte, war aber letztlich zu wenig für die Aufstiegsambitionen.

Durch den klaren Sieg von Darmstadt 98 gegen Erzgebirge Aue am Samstagabend ist die Aufstiegschance bei sechs Punkten Rückstand, einem schlechteren Torverhältnis, Rang sechs und lediglich zwei restlichen Spielen auf ein absolutes Minimum gesunken. Nach nur zwei Punkten aus den letzten drei Partien verpasste der „Club“ den Anschluss.

Während sich Nürnberg gegen St. Pauli vor allem auf die eigene Defensive konzentrierte, feierte Darmstadt ein Schützenfest. Mit 6:0 untermauerten die Lilien ihre Aufstiegsambitionen und verdrängten Werder Bremen auf den dritten Tabellenplatz. Auch der Hamburger SV siegte mit 4:0 souverän in Ingolstadt - für Nürnberg dürfte nun kein Platz mehr im Kampf um die vorderen Ränge sein.

In Hamburg standen die Nürnberger defensiv solide, so dass St. Pauli seine Spielanteile lange nicht in gefährliche Szenen ummünzen konnte. Leart Paqarada (37.) feuerte einen Schuss aus der Distanz über die Latte, Lukas Daschners Versuch (39.) wurde geblockt. „Es war der Plan, dass wir tiefer stehen und auf Umschaltmomente setzen“, sagte Trainer Robert Klauß.

St. Pauli, das nach dem Spiel aufgrund zahlreicher Corona-Fälle das Mannschaftstraining absagte, wurde in der zweiten Halbzeit gefährlicher. Finn Becker (57.) traf mit seinem wuchtigen Abschluss nur den Pfosten. Was durch freie Kombinationen nicht gelang, wurde dann durch einen Standard ermöglicht: Kyereh (74.) verwandelte einen Elfmeter für St. Pauli zur verdienten Führung. Zuvor war Igor Matanovic im Duell mit Nürnbergs Asger Sörensen zu Boden gegangen. „Ich denke, man kann ihn geben“, sagte Pechvogel Sörensen.

Nun war Nürnberg gefordert und Taylan Duman zeigte seine Qualitäten. Der in der 76. Minute eingewechselte FCN-Profi verwandelte rechts im Strafraum stehend zum späten Ausgleich. Manuel Schäffler hatte den Ball nach Flanke von Nikola Dovedan mit der Brust aufgelegt.

Trotz aller Freude über den späten Ausgleich herrschte nach Abpfiff Ernüchterung. Spätestens nach dem Darmstädter 6:0-Erfolg dürfte das Ziel Aufstieg außer Reichweite sein. dpa

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