Ätzender Dampf: Drei Arbeiter bleiben in Klinik

Neu-Ulm - Nach Freiwerden ätzender Dämpfe in einer Lagerhalle in Neu-Ulm sind sechs Mitarbeiter verletzt worden, drei müssen noch in dedr Klinik bleiben. Alles zum Unfall:

Am frühen Freitagmorgen waren aus einem Kanister in der Halle einer Spedition 20 Liter eines ätzenden Desinfektionsmittels ausgelaufen. Dabei wurden nach Angaben der Polizei 20 Angestellte leicht verletzt, von denen sechs mit Atembeschwerden und Hautreizungen ins Krankenhaus gebracht wurden.

Drei Lagerarbeiter konnten die Klinik bereits am Freitag wieder verlassen, drei weitere müssen voraussichtlich bis zum Samstag unter ärztlicher Beobachtung bleiben. Den Männern im Alter zwischen 20 und 25 Jahren gehe es aber den Umständen entsprechend gut, sagte ein Polizeisprecher.

Die alarmierten Einsatzkräfte hatten das evakuierte Gebäude zunächst gesperrt, um die Flüssigkeit zu binden und die Lagerhalle zu lüften. Zeitweise durfte die Halle nur mit Atemschutzmasken und Schutzanzügen betreten werden. Nach etwa zwei Stunden konnten die verbliebenen Angestellten ihre Arbeit aber wieder fortsetzen. Wodurch der 22-Liter-Kanister beschädigt wurde, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.

Anhaltspunkte für eine bewusste Tat gebe es aber nicht. Die umliegende Bevölkerung sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen.

lby

Rubriklistenbild: © dpa

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