Allgäu: Winzerfest ohne eigenen Wein

Bad Hindelang - Eigenen Wein kann die neu gegründete Winzergemeinschaft Oberallgäu in diesem Jahr zwar noch nicht vorweisen. Ein Winzerfest wollen die Allgäuer dennoch feiern.

Und zwar mit allem was dazu gehört. So ist als Höhepunkt des Festes am 16. September in dem Ferienort Bad Hindelang die Vorstellung der ersten Allgäuer Weinkönigin geplant. “Wir suchen einen Kopf für unsere Winzergemeinschaft. Sozusagen die Galionsfigur“, sagt Armin Gross vom Hotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang, der das Fest organisiert. Dass es “unerhört“ ist, ohne eigenen Wein eine Weinkönigin zu küren, sei ihm bewusst. “Aber mit dieser unerhörten Geschichte wollen wir uns Gehör für unser Anliegen verschaffen.“

Mit einem befreundeten Hotelier hat Gross in diesem Frühjahr die Winzergemeinschaft Oberallgäu gegründet. Nun streben die Beiden die Neugründung des Weinanbaugebiets Allgäu an. Auslöser für dieses ehrgeizige Ziel sei die Anpflanzung von zehn Rebstöcken auf einer etwa 20 Quadratmeter großen Fläche gewesen. “Das war am Anfang eine reine Spaßaktion“, sagt Gross. Erst die Aufforderung der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, die Rebstöcke als Hobbyanlage anzumelden, habe den Stein ins Rollen gebracht. Ob die Oberallgäuer mit ihrem ungewöhnlichen Vorhaben Erfolg haben, bleibt abzuwarten. “Ich kann mir das Allgäu gut als Weinanbaugebiet vorstellen. Wir haben viel Sonne, gute Böden und steile Flächen.“

dpa

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