Polizist verletzt

Streit eskaliert: Schlägerei vor Ankerzentrum, Steine fliegen - weitere Haftbefehle erlassen

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Vor dem Ankerzentrum in Deggendorf kam es am Dienstagabend zu einer Schlägerei. Die Polizei rückte an - ein Beamter wurde verletzt. (Archivbild)

Vor dem Ankerzentrum in Deggendorf kam es am Dienstagabend zu einer Schlägerei. Die Polizei musste eingreifen - dabei wurde auch ein Polizeibeamter verletzt.

Update vom 3. September: Nach den Tumulten vor dem Ankerzentrum in Deggendorf sind gegen acht Tatverdächtige Haftbefehle erlassen worden. Gegen die sieben Männer aus Aserbaidschan im Alter von 27, 34, 37 und 39 Jahren und einen 26-jährigen Nigerianer bestehe der dringende Tatverdacht des schweren Landfriedensbruchs, der Körperverletzung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern am Dienstag mit. Ein weiterer beteiligter 38-jähriger Aserbaidschaner befinde sich in Abschiebehaft zur Rücküberstellung nach Italien.

Vor zwei Wochen hatten sich rund 30 Menschen aus Nigeria und Aserbaidschan vor der Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber lautstark gestritten. Es kam zu Handgreiflichkeiten, auch Steine flogen. Mindestens zehn Menschen wurden laut Polizei leicht verletzt, darunter drei Wachleute und zwei Polizisten. Erst mit Hilfe von Polizeibeamten aus der Region sowie der Bereitschafts- und Bundespolizei war es dem Sicherheitsdienst gelungen, die Situation zu beruhigen.

Deggendorf: Schlägerei vor Ankerzentrum, Steine fliegen - Haftbefehle erlassen

Update vom 22. August, 12.53 Uhr: Nach Tumulten vor dem Ankerzentrum in Deggendorf ist gegen zwei Beteiligte Haftbefehl erlassen worden. Die beiden Männer stammen aus Nigeria und Aserbaidschan. Bei einem dritten Tatverdächtigen habe der Richter den Antrag abgelehnt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. 

Derzeit werde geprüft, ob gegen zwei weitere Tatverdächtige, die am Mittwoch vorläufig festgenommen wurden, Haftantrag gestellt wird.

Streit vor Ankerzentrum in Deggendorf: Tatverdächtige festgenommen

Update vom 21. August, 21.41 Uhr: Nach Tumulten vor dem Ankerzentrum in Deggendorf ermittelt nun die Kriminalpolizei unter anderem wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft seien gestern ein Nigerianer und zwei Männer aus Aserbaidschan zur Prüfung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern mit.

Das Ergebnis war am späten Nachmittag noch offen, ebenso bei zwei weiteren Tatverdächtigen, die im Rahmen der Ermittlungen vorläufig festgenommen worden waren. Drei andere Personen waren laut Polizei in Gewahrsam, kamen dann aber wieder frei.

Update vom 21. August, 9.44 Uhr: Am Dienstagabend gab es vor dem Ankerzentrum in Deggendorf eine Schlägerei. Nach Angaben der Polizei von Mittwoch stritten sich etwa 20 bis 30 Menschen am Dienstagabend lautstark vor dem Gebäude, es flogen Steine. „Sie wurden aber nicht gezielt gegen Einsatzkräfte geworfen“, sagte ein Sprecher.

Zahlreiche Polizisten der umliegenden Dienststellen sowie die Bereitschafts- und Bundespolizei waren vor Ort. Sechs Asylbewerber wurden in Gewahrsam genommen. Sie sollten im Laufe des Mittwochs befragt werden. Der Grund des Streits war zunächst unklar.

Erstmeldung: Schlägerei vor Ankerzentrumm in Deggendorf

Deggendorf - Vor einem Ankerzentrum in Deggendorf kam es am Dienstagabend zu einer Schlägerei. Dabei wurden neun Personen leicht verletzt, darunter auch ein Polizeibeamter und drei Wachleute.

Deggendorf: 20-30 Personen streiten sich vor Ankerzentrum

Gegen 19.30 Uhr wurde die Polizei zum Ankerzentrum gerufen. Wie die Beamten weiter mitteilten, hätten sich etwa 20 bis 30 Personen lautstark gestritten. Den Beamten und dem Sicherheitsdienst gelang es, die Streitenden zu trennen und die Situation zu beruhigen. 

Streit vor Ankerzentrum in Deggendorf: Grund unklar

Sechs Ayslbewerber wurden in Gewahrsam genommen. Der Grund des Streits ist unklar. In Bayern gibt es sieben Ankerzentren - in Bamberg, Schweinfurt, Deggendorf, Donauwörth, Zirndorf, Regensburg und Manching. Durch die Zentren sollen Asylverfahren schneller abgeschlossen werden können.

Kurz nach dem Start der umstrittenen Ankerzentren in Bayern hat es einen Polizeieinsatz in der Einrichtung in Donauwörth gegeben. In einem Ankerzentrum in Regensburg ist eine Frau tot aufgefunden worden. Es fand ein Großeinsatz der Polizei statt, Beamte wurden attackiert. Vor dem Ankerzentrum in Donauwörth hat ein junger Asylbewerber randaliert und mehrere Autoscheiben eingeschlagen. Video-Aufnahmen kursierten im Netz. In einem Streit mit ihrer Mieterin greift eine Frau zur Axt - nun droht ihr eine drastische Konsequenz.

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