Prozess gegen Zirkusmanager

Ansbach - Das Landgericht Ansbach verhandelt seit Freitag gegen den Chef des Circus Barelli wegen fahrlässiger Tötung. Er soll für den Tod eines Mannes verantwortlich sein, der vor einem Jahr beim Zeltaufbau verunglückt ist.

Der Zirkusmanager muss sich außerdem wegen Betrugs, illegaler Beschäftigung ausländischer Mitarbeiter und Vorenthalten von Löhnen verantworten. Der Anklagebehörde zufolge schuldet der 55-Jährige seinen Mitarbeitern und den Krankenkassen rund 746.500 Euro Arbeitsentgelt. In 133 Fällen sei der Lohn nicht bezahlt oder die Sozialleistungen nicht abgeführt worden. Ein großer Teil der ausländischen Mitarbeiter soll außerdem weder eine Arbeitserlaubnis noch einen Aufenthaltstitel besessen haben.

Beim Zeltaufbau in Mainz waren im Januar 2011 Absperrgitter von einem Gabelstapler auf einen Mitarbeiter gestürzt. Der Mann starb am Unglücksort an seinen Kopfverletzungen. Der Gabelstapler war von einem anderen Barelli-Beschäftigten bedient worden, der hierfür keine Berechtigung hatte. Der Angeklagte hat bislang zu den Vorwürfen geschwiegen. Zeugen sind für den auf einen Tag angesetzten Prozess nicht geladen.

dapd

Rubriklistenbild: © Oliver Bodmer

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