Aschaffenburg hat den "Bahnhof des Jahres 2012"

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Der Bahnhof in Aschaffenburg

Aschaffenburg - Der Hauptbahnhof in Aschaffenburg ist am Mittwoch in Berlin zum „Bahnhof des Jahres 2012“ gekürt worden. Er sei besonders kundenfreundlich, befand eine Jury der Eisenbahnlobby Allianz pro Schiene.

Diese Auszeichnung hat heuer auch der Bahnhof in Bremen verliehen bekommen. Der unterfränkische Bahnhof habe die Juroren wegen seiner guten Einbindung in die Stadt beeindruckt, wie der Verband am Mittwoch in Berlin mitteilte. „Die Stadt ist sehr stolz auf diese Auszeichnung. Der neu gebaute Bahnhof ist eine gute Visitenkarte der Stadt für die rund 20 000 Bahnkunden, die täglich ankommen und abreisen“, sagte Aschaffenburgs Oberbürgermeister Klaus Herzog (SPD) am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa.

Der im Januar 2011 nach fast vierjähriger Bauzeit neu eröffnete Bahnhof sei ein „echter Bürgerbahnhof“, sagte der Rathauschef. Die Gestaltungsvorschläge aus der Bevölkerung seien von Anfang an in die Planungen eingeflossen. Wie in Stuttgart habe es zwar auch in Aschaffenburg Proteste gegen das neue Gebäude gegeben. „In einem Bürgerentscheid haben sich aber 70 Prozent der Bürger für einen neuen, modernen Bahnhof entschieden“, sagte Herzog.

Mit dem Neubau hat die Stadt auch das Bahnhofsviertel umgestaltet. So ist es nun verkehrsberuhigt und gilt als Verlängerung der Innenstadtachse. „Der Bahnhof hat so enorm an Attraktivität gewonnen. Der Schmuddelcharakter, den er vor Jahren einmal hatte, spielt keine Rolle mehr“, sagte Stadtplanungsamtsleiter Dirk Kleine-Rüschkamp. Die Investitionsbereitschaft der Hauseigentümer sei seitdem gestiegen.

Der Bahnhof ist als sogenannte Mobilitätsdrehscheibe konzipiert. Ob zu Fuß, mit Bus, Fahrrad oder Auto - alle Park- und Abstellplätze seien in unmittelbarer Nähe und garantierten kurze Wege zu den Zügen, sagte der Stadtplaner.

Der aktuelle Aschaffenburger Bahnhof ist der dritte Hauptbahnhof der Stadt. Der erste wurde vor fast 160 Jahren erbaut und im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der Neubau im typischen 1950er-Jahre-Stil wurde im Zuge von Umbauarbeiten an den Gleisen und Bahnsteigen von 2008 an abgerissen.

dpa

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