Erinnerungen an "Müller-Brot"-Skandal

Maden & Würmer: Produktion in Großbäckerei gestoppt

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Eine Großbäckerei in Alzenau musste wegen Schädlingsbefall jetzt die Produktion stoppen.

Alzenau - Erinnerungen an den Skandal bei Müller-Brot werden wach: Wegen massiven Schädlingsbefalls hat ein Bäckereibetrieb im unterfränkischen Alzenau seine Produktion einstellen müssen.

Bei einer planmäßigen Routinekontrolle waren Ende Oktober zahlreiche Mängel aufgefallen, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitteilte. Seitdem ruhe die Produktion, sagte am Donnerstag ein Sprecher des Landratsamts Aschaffenburg und bestätigte einen Bericht des Bayerischen Rundfunks.

Dem Sprecher zufolge fanden die Kontrolleure Schaben, Kornkäfer, Mehlwürmer und Maden in den Räumen der Bäckerei. „Meines Wissens nach waren die Tiere nicht in den Produkten, deshalb gab es auch keinen Rückruf.“ Beanstandet wurden zudem stark verschmutzte Maschinen, Böden, Wände und Ausrüstungen. Die Bäckerei sei wegen Hygienemängeln in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal aufgefallen. Deshalb habe die Behörde diesmal auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Die Bäckerei betreibt mehrere Filialen im Raum Alzenau und Hanau. Sie stellt Tiefkühl- und frische Backwaren her. Seit Bekanntwerden des Hygieneskandals bei Müller-Brot im Februar dieses Jahres haben die Behörden im Freistaat bereits mehrfach kleinere Bäckereien wegen ähnlicher Mängel geschlossen. In der oberbayerischen Großbäckerei hatten Kontrolleure Kakerlaken, Schaben und Mäusekot gefunden.

dpa

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