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Kinderpornos und Schwarzarbeit: Haft für Unternehmer

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Augsburg - Ein Unternehmer ist vom Landgericht Augsburg wegen Sozialversicherungsbetrugs, Steuerhinterziehung und Besitzes von Kinderpornos zu vier Jahren und drei Monate Haft verurteilt worden.

Nach Angaben des Hauptzollamtes vom Freitag soll der 43- Jährige als Subunternehmer über Jahre hinweg Südeuropäer zu Billiglöhnen und ohne Anmeldung in zahlreichen Münchner Supermärkten beschäftigt haben. Dadurch soll er den Sozialkassen rund 720 000 Euro Sozialabgaben vorenthalten und etwa 700 000 Euro an Lohn- und Umsatzsteuer hinterzogen haben.

Die Arbeiter mussten in den Läden einer großen Supermarkt-Kette Regale auffüllen und erhielten für eine 60-Stunden-Wochen 1000 Euro pro Monat. Bei der Sozialversicherung waren die Beschäftigten entweder gar nicht oder mit geringeren Löhnen gemeldet. Das Gericht sah er als erwiesen an, dass die Billiglohnkräfte als Arbeitnehmer des Angeklagten anzusehen sind und dieser für die Abführung der Sozialabgaben und Steuern verantwortlich war. Wegen Beihilfe wurde ein 38-jährige Mitangeklagter zu fünf Jahren und drei Monaten verurteilt.

dpa

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