Prozess in Augsburg

Baby fast verhungert - Angeklagte Mutter räumt Fehler ein

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Die angeklagte Mutter sitzt im Landgericht Augsburg neben ihrer Anwältin Cornelia McCready (r). Die junge Mutter ist wegen versuchten Mordes an ihrem Baby angeklagt.

Augsburg - Eine wegen versuchten Mordes an ihrem fast verhungerten Baby angeklagte Mutter hat „Fehler“ eingeräumt. Das acht Monate alte stark untergewichtige Kind konnte im Mai 2015 von den Ärzten gerade noch gerettet werden.

Zu Beginn des Prozesses vor dem Landgericht Augsburg gab die 29-Jährige am Dienstag an, den lebensbedrohlichen Zustand ihres Säuglings nicht bemerkt zu haben. „Ich habe nicht gedacht, dass es ihm so schlecht geht, sonst wäre ich doch zum Arzt gegangen.“ Sie räumte dennoch Fehler ein. Sie habe zur Tatzeit unter starken Depressionen gelitten und täglich Alkohol getrunken. „Ich weiß nicht, wie ich das nicht sehen konnte, wie es meinen Kindern geht. Meine Kinder sind alles für mich.“

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, drei ihrer fünf Kinder „aufgrund eigensüchtiger Beweggründe“ körperlich und geistig vernachlässigt zu haben. Im Mai 2015 war das jüngste Kind der Frau, ein acht Monate alter Bub, mit einem Gewicht von unter vier Kilogramm in die Kinderklinik gebracht worden. Die Ärzte hatten den Säugling retten können. Auch die beiden anderen betroffenen Kinder mussten medizinisch behandelt werden.

dpa

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