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Schlangen-Jagd von Bad Aibling: Ringelnatter verschwand nach Monaten von allein

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Eine Schlange und kein Weg, sie zum Auszug zu bewegen: Eine 75-Jährige aus Bad Aibling hat sich Hilfe geholt, doch zunächst ohne Erfolg.
Eine Schlange und kein Weg, sie zum Auszug zu bewegen: Eine 75-Jährige aus Bad Aibling hat sich Hilfe geholt, doch zunächst ohne Erfolg. © Lagler/Paukert

Die Schlangenjagd endete erst Monate später: Eine 76-Jährige aus Bad Aibling wurde das Reptil, das sich bei ihr eingenistet hatte, lange nicht los.

Bad Aibling - Es raschelte in der kleinen Küche von Angelika Güngerich. Die 76-Jährige aus Bad Aibling (Landkreis Rosenheim) dachte zunächst an Mäuse, doch als sie dann auf der Eckbank etwas Schwarzes liegen sah, eingeringelt zwar, doch geschätzt einen Meter lang, wusste sie: „Ich habe eine Schlange im Haus!“ Die Schlange erschrak ebenso, ließ sich auf den Boden fallen und war nicht mehr zu sehen. So begann im vergangenen Winter eine Suche nach dem Reptil, die erst Monate später endete.

Zuvor war der Schlangenexperte Andreas Paukert mehrmals in die Wohnung gerufen worden, um das Tier zu fangen. Geräusche drangen aus dem Bereich der Spüle. „Weil es dort warm ist“, weiß Paukert, das mögen halt Schlangen. Doch auch er musste klein beigeben. Und Angelika Güngerich wollte keinesfalls, dass dem Tier etwas geschieht, also keine Fallen, sie wollte das Problem im Guten lösen und so blieben nur kraftaufwendigere Methoden: So montierte ihr Sohn die Küche restlos ab, doch die Schlange blieb versteckt, vermutlich in einem Spalt hinter der Spüle. Die Rentnerin versuchte auch, die Ringelnatter mit einer Schale Milch nach draußen zu locken, offenbar gelang das zwar, die Milch war weniger, aber das Tier ließ sich weiter nicht finden.

„Wenn der Frühling da ist, geht sie raus“, wurde Angelika Güngerich prophezeit

Was blieb, waren das Rascheln in der Nacht und der Tipp der Münchner Reptilienauffangstation, einfach wärmere Zeiten abzuwarten. „Wenn der Frühling da ist, geht sie raus“, wurde Angelika Güngerich prophezeit. Die handelte dementsprechend: Als sich die ersten warmen Tage jenseits der 20 Grad einstellten, ließ sie immer Küchen- und Terrassentür offen und schloss alle anderen. Und plötzlich herrschte Ruhe in der Küche und es blieb auch so. So wie die Ringelnatter ins Haus gekommen war, hatte sie es wieder verlassen. „Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich bin“, sagt die Rentnerin aus Bad Aibling. „Das war schon ein ungutes Gefühl, dass man da immer hat.“
Markus Christandl

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