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Bahn lässt ICE-Strecke von Gutachtern prüfen

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Berlin/Nürnberg - Die Deutsche Bahn setzt in der Aufklärung der Pfusch-Vorwürfe beim Bau der ICE-Strecke Nürnberg- Ingolstadt auch auf unabhängige Gutachter.

Diese sollten Bauprotokolle auf Mängel hin untersuchen, sagte ein DB-Sprecher am Freitag in Berlin und bestätigte damit einen Bericht der “WirtschaftsWoche“. Die Einsetzung der Gutachter sei aber “eine reine Vorsichtsmaßnahme“. Nach Angaben des Sprechers sollen die Experten auch direkt vor Ort Erdanker überprüfen. “Wir wissen jetzt gezielt, was wir uns anschauen müssen.“ Es gebe aber weiterhin keine Erkenntnisse über Unregelmäßigkeiten an Bauwerken.

Die Ermittlungen zu Manipulationen beim Bau der Kölner U-Bahn hatten den Verdacht ergeben, dass auch bei einem 20 Kilometer langen Abschnitt der Hochgeschwindigkeitstrasse nicht ordnungsgemäß gearbeitet wurde. So sollen bei der Mannheimer Baufirma Bilfinger Berger Bauprotokolle gefälscht und Befestigungsanker nicht oder falsch eingebaut worden sein. Nicht eingebaute Anker sollen schwarz verkauft worden sein. Die Vorwürfe soll ein ehemaliger Mitarbeiter der Baufirma gegenüber Ermittlungsbehörden geäußert haben.

dpa

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