„Spontan und emotional“

Verstoß gegen Corona-Maßnahmen? Bambergs Oberbürgermeister steht in der Kritik - und bittet um Verständnis

Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke steht bei der Sandkerwa 2019 mit einem Bier neben Gesundheitsministerin Melanie Huml.
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Bambergs Oberbürgermeister steht in der Kritik. Hat er gegen die Corona-Maßnahmen verstoßen? (Symbolbild)

Keine Maske und kein Mindestabstand: Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) hat deshalb nun Ärger bekommen.

  • Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) hat Ärger bekommen.
  • Der Grund hat mit Corona* zu tun: Er war ohne Maske auf einem Selfie mit drei anderen Personen zu sehen.
  • Auch der Mindestabstand wurde von der Gruppe nicht eingehalten.
  • Alle Nachrichten zum Coronavirus in Bayern lesen Sie in unserem News-Ticker.

Bamberg - Keine Maske und kein Mindestabstand: Der Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) hat Ärger wegen der Nichteinhaltung der Corona-Bestimmungen bekommen. Starke und Bambergs SPD-Fraktionschef Klaus Stieringer hätten bei der Eröffnung eines Salons in Bamberg gegen die Auflagen verstoßen. So lautet der Vorwurf eines Gastronomen. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

Stieringer veröffentlichte auf Facebook ein Selfie mit Starke, dem Inhaber des Salons und einer weiteren Person. Alle vier tragen keine Maske und halten keinen Abstand.

Bamberger Oberbürgermeister in der Kritik: Verstieß er gegen Corona-Maßnahmen?

Eine Sprecherin der Stadt erklärte, es habe sich um eine nicht-öffentliche Veranstaltung gehandelt, bei der das Hygieneschutzkonzept eingehalten worden war. Ein Video der Veranstaltung von vergangener Woche soll allerdings zeigen, wie Bambergs Oberbürgermeister ein hochrangiges Mitglied des türkischen Generalkonsulats mit einem Handschlag begrüßt.

Coronavirus in Bayern: Bamberger OB Starke äußert sich zu Vorfall

Starke hat sich dazu bereits geäußert. Die Begegnung sei „spontan und emotional“ gewesen. „Mittlerweile ist klar, dass das kritisch gesehen wird. Ich entschuldige mich, bitte aber um Verständnis für die sehr persönliche Situation“, sagte Starke am Mittwoch. Vor einiger Zeit hatte die Stadt verboten, Alkohol zum Mitnehmen in der Innenstadt zu verkaufen. Grund ist die Corona-Situation. In sozialen Netzwerken wurde nun der Vorwurf laut, der Oberbürgermeister nehme es mit den Corona-Maßnahmen selbst nicht so genau.

In der Kritik steht aktuell auch der höchste deutsche Politiker. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird für einen Corona-Fauxpas im Urlaub kritisiert. Zuvor und auch danach war er als großer Mahner aufgefallen.

Corona-Nachrichten aus einer anderen Region im Freisaat: Ein Arzt kritisiert die Zustände an einer Corona-Teststation an einer Raststätte nahe der A3 bei Passau. Er kassiert selbst 3000 Euro - doch ehrenamtliche Helfer übernehmen den Großteil der Arbeit.

Alle Nachrichten aus Bayern lesen Sie immer bei uns. (kam/dpa/*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks)

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