Klinikum Bamberg

Mobbing mit betäubender Substanz?

Bamberg - Das Klinikum Bamberg kommt nicht zur Ruhe. Eine Mitarbeiterin soll Kollegen gemobbt haben - mit einer betäubenden Substanz.

Das Klinikum Bamberg kommt nicht aus den Negativ-Schlagzeilen. Nun wird eine Mitarbeiterin verdächtigt, heimlich eine betäubende Substanz ins Getränk von zwei Kollegen gemischt zu haben. Im vergangenen Sommer hatte ein Skandal um einen inzwischen entlassenen Chefarzt das Krankenhaus erschüttert. Er soll junge Frauen betäubt und sich an ihnen vergangen haben. Der Prozess läuft derzeit vor dem Landgericht Bamberg.

Gegen die Mitarbeiterin werde wegen Verdachts auf gefährliche Körperverletzung ermittelt, wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberfranken am Dienstag sagte. Die Zeitung „Fränkischer Tag“ hatte berichtet, ein sexueller Hintergrund könne derzeit ausgeschlossen werden. Möglicherweise handele es sich aber um massives Mobbing.

Die Polizei teilte mit, über Gründe könne man noch keine Angaben machen, man ermittele noch wegen eines Motivs. Auch um welches Mittel es sich genau gehandelt habe, wisse man noch nicht. „Es waren aber keine Patienten betroffen“, betonte die Sprecherin.

Eine Sprecherin des Krankenhauses sagte, die Klinik habe einer möglicherweise betroffenen Mitarbeiterin geraten, Anzeige zu erstatten. Sie habe den Verdacht geäußert, jemand habe ihr etwas ins Getränk gemischt. Auch das Klinikum selbst wandte sich mit einer Anzeige an die Kripo.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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