Bauern weiter angewiesen auf EU-Gelder

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Bauernpräsident Gerd Sonnleitner

Herrsching a. Ammersee - Bauernpräsident Gerd Sonnleitner hat angesichts von Preiseinbrüchen die Bedeutung der EU- Zahlungen für die bayerischen Bauern unterstrichen.

Im Krisenjahr 2009 seien durchschnittlich 60 Prozent des Bruttoverdienstes eines selbstständigen Bauern im Freistaat aus EU-Direktzahlungen gekommen, sagte Sonnleitner am Freitag laut Mitteilung auf der Landesversammlung des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) in Herrsching am Ammersee. Der Verband setzt sich für eine Fortführung öffentlicher Zahlungen an Landwirte ein.

In der EU werden die Weichen für die Agrarpolitik nach 2013 gestellt. Dann läuft die derzeitige Finanzperiode aus. Dabei werden tiefgreifende Änderungen in der Förderpolitik erwartet.

“Die Leistungen unserer Bauern und Bäuerinnen unter hohen europäischen Umwelt- und Sozialstandards wurden bislang und werden auch künftig nicht über die Marktpreise für die erzeugten Lebensmittel abgegolten“, kritisierte Sonnleitner. Bauernfamilien in Bayern und in der EU seien deshalb weiterhin auf ein “Sicherheitsnetz“ angewiesen.

“Die Landwirtschaft in Europa leistet viel und kostet wenig. Wir brauchen auch nach 2013 diese starke Agrarpolitik“, betonte Sonnleitner auf der Tagung vor rund 200 Delegierten. Nach Verbandsangaben kostet die gemeinsame EU-Agrarpolitik etwa 60 Milliarden Euro, dies sei weniger als ein Prozent aller öffentlichen Ausgaben der Union.

dpa

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