Nach Tor-Diebstahl in Dachau

Bayerische KZ-Gedenkstätten werden videoüberwacht

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Nach dem Diebstahl des Tores der KZ-Gedenkstätte in Dachau, will die bayerische Staatsregierung künftig mehr Videoüberwachung einsetzen.

München - Bayerische KZ-Gedenkstätten werden künftig mit Videokameras überwacht. Damit wird auf den Diebstahl des Tores in Dachau reagiert. Dennoch müsse man vorsichtig umgehen, sagt Ludwig Spaenle.

Es war eine Tat, die auf der ganzen Welt für Schlagzeilen sorgte: Anfang November stahlen gewissenlose Diebe nachts aus der Gedenkstätte Dachau das Eingangstor mit der zynischen Inschrift „Arbeit macht frei“. Von den Täter und der Beute fehlt bis heute jede Spur. Damit so etwas nie wieder passiert, hat der Stiftungsrat der Gedenkstätte zusammen mit dem Kultusministerium nun eine Entscheidung getroffen: Jetzt sollen Überwachungskameras im ehemaligen KZ installiert werden.

„Wir haben somit wichtige Weichen für mehr Sicherheit der KZ-Gedenkstätten gestellt“, sagte Staatsminister Ludwig Spaenle, der zudem Vorsitzender des Stiftungsrates ist, gestern bei einer Pressekonferenz. Natürlich sei der Entschluss mit den Angehörigen von Opfern und der jüdischen Gemeinde besprochen worden. Und der Minister betonte: „Wir wollen aber keinen Sicherheitstrakt aus der Gedenkstätte machen.“ Heißt: Die Kameras sollen nur an Stellen angebracht werden, wo Menschen nicht direkt trauern – also beispielsweise in Eingangsbereichen oder an Außenzäunen.

Es ist nicht die einzige Verbesserung beim Thema Sicherheit: So sollen auch vermehrt Polizeistreifen rund um die Gedenkstätten in Dachau sowie in Flossenbürg eingesetzt werden. Auch das Personal des Sicherheitsdienstes wird aufgestockt. „Es gibt zwar keinen perfekten Schutz vor Straftaten, aber diese Neuerungen werden die Lage verbesserr“, sagte gestern auch Karl Freller, der Direktor der Stiftung bayerischer Gedenkstätten. „So eine Tat darf nicht nochmal geschehen.“ Die Kameras sollen in den nächsten Wochen angebracht werden.

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