Bayerische Wirtschaft eröffnet eigene Vertretung im Iran

München (dpa/lby) - Die bayerische Wirtschaft sieht im Iran gute Geschäftschancen und eröffnet jetzt eine eigene Auslandsvertretung in Teheran. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), Verbandspräsident Alfred Gaffal, Siemens-Vorstand Siegfried Russwurm und andere Konzernmanager und Unternehmer wollten am Wochenende in den Iran fliegen. "Das wird ein großer Aufschlag", sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt der Deutschen Presse-Agentur.

"Nach zehn Jahren Sanktionen haben Staat und Wirtschaft dort großen Nachholbedarf, vor allem bei Infrastruktur und Investitionsgütern. Und deutsche Produkte sind dort hoch angesehen", sagte Brossardt. Der Iran mit 80 Millionen Einwohnern könne zwar "Auslandsmärkte wie China oder Russland nicht ersetzen". Aber das Land habe gewaltige Öl- und Gasreserven, und die Nachfrage sei gewaltig.

Bei einem Kurzbesuch in Teheran sei er überflutet worden mit Bitten, Kontakte und Geschäftsbeziehungen herzustellen. Die Auslandsvertretung der bayerischen Wirtschaft soll jetzt für beide Seiten zentrale Anlaufstelle sein und auch Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern herstellen.

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