Johnson&Johnson statt Biontech

Frau aus Bayern bekommt bei Zweitimpfung falschen Corona-Impfstoff - Gesundheitliche Folgen unklar

Impfung
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Eine junge Frau hat in Nürnberg einen falschen Impfstoff erhalten. (Symbolbild)

Ein Fall aus Nürnberg schockiert. Eine Ärztin hat einer Frau bei der Zweitimpfung versehentlich den falschen Impfstoff verabreicht. Die Folgen sind unklar.

Nürnberg - Eine Mitte 20-Jährige ließ sich in einer Nürnberger* Hausarztpraxis gegen das Coronavirus* impfen. Bei der ersten Impfung bekam sie - wie vereinbart - den Impfstoff von Biontech verabreicht. Beim zweiten Termin spritze die Ärztin ihr allerdings versehentlich eine Dosis Johnson&Johnson*. Die Folgen einer solchen Impfkombination sind unklar, wie nordbayern.de berichtet.

Fall in Nürnberg: Ärztin spritzt versehentlich falschen Corona-Impfstoff - Konsequenzen unklar

Nachdem der Fehler aufgeflogen war, entschuldigte sich die Ärztin bei ihrer Patienten. Welche Folgen die Fehlimpfung haben könnte, konnte die Ärztin ihr allerdings nicht sagen. Laut nordbayern.de legte sie der Frau nachträglich eine Einwilligungserklärung für eine Johnson&Johnson Impfung vor, welche die junge Frau auch unterschrieb. Ob das ein Fehler war?

Laut dem bayerischen Gesundheitsministerium muss die Einwilligung „über den Behandlungsvertrag vor der Durchführung des Eingriffs“ erfolgen. „Auf eine nachträgliche Erklärung des Patienten oder der Patientin kommt es daher nicht an“, so ein Sprecher gegenüber dem nordbayerischen Portal. Konsequenzen würden sich jedoch nur ergeben, wenn es zu gesundheitlichen Schäden kommen sollte.“

Wirksamkeit und Langzeitfolgen einer solchen Impf-Kombi nicht erforscht

Über die Wirksamkeit oder die gesundheitlichen Folgen einer solchen Impf-Kombination ist kaum etwas bekannt. Auf Anfrage von nordbayern.de erklärt eine Sprecherin des Klinikums Nürnberg: „Es gibt bislang keine Studien, Daten oder Erfahrungen dazu, welche Langzeitfolgen es haben kann und wie es um den Impfschutz bestellt ist, wenn zuerst Pfizer/Biontech* und dann Johnson&Johnson verimpft wird.“

Das bayerische Gesundheitsministerium gibt dem Portal eine ähnliche Antwort. Es könne nicht beurteilen, ob von diesem Impfschema eine gesundheitliche Gefahr ausgeht und ob dieses Impfschema eine ausreichende Wirksamkeit aufweist. „Dieses Impfschema ist nicht von der Zulassung der Impfstoffe erfasst.“ Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass es sich bei solchen Fällen um Einzelfälle handele. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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