„Sind so gut wie ausgebucht“

Touristen-Boom trotz Corona - Volle Hotels im Hotspot Berchtesgadener Land

Trotz Corona kaum Urlaubsstornierungen am Königssee und im Berchtesgadener Land.
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Trotz Corona kaum Urlaubsstornierungen am Königssee und im Berchtesgadener Land.

Volle Hotels trotz hoher Corona-Zahlen. Im Berchtesgadener Land scheint die Pandemie die Urlauber nicht abzuschrecken. Dennoch gibt es hohe Einbußen.

Berchtesgadener Land - Mit einem Inzidenzwert von 54,8 (Stand: Dienstag, 3.15 Uhr, RKI) belegt der Landkreis Berchtesgadener Land* im Augenblick Platz zwei in Deutschland. Schon seit Tagen liegen die Werte über 50. Seit Montag müssen Hotels und Restaurants wieder negative Corona-Tests* verlangen. Den Touristen scheint das allerdings egal zu sein. Sie kommen weiter in Scharen.

Wegen Corona: Keine Stornierungen, lediglich Nachfragen

„Juli und August waren beziehungsweise sind so gut wie ausgebucht“, sagt Theresa Hallinger vom Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden. Es gab lediglich kurzzeitig Stornierungen wegen des heftigen Gewitters vor einigen Wochen, das große Schäden in der Region um den Königssee verursachte. Wegen Corona* gab es bislang keine Stornierungen, so Hallinger. Es kämen allerdings mehr Fragen von den Urlaubern. „Die Mitarbeiterinnen in den Touristeninformationen können aber unsere Gäste in den meisten Fällen beruhigen.“ Eine Auslastung wie vor der Pandemie gibt es trotzdem nicht. Die Einbußen im Tourismus in der Region seien „bedrohlich“, heißt es vom Verband.

Eine ebenso positive Bilanz kann bisher Brigitte Schlögl von der Tourismusregion Bad Reichenhall ziehen. „Den Sommer über können wir grundsätzlich von einer sehr guten Buchungslage - bis in den September und Oktober hinein - berichten. Von kleinen Lücken bei einzelnen Betrieben abgesehen sind wir voll.“ 

Das Virus zirkuliert wohl auch nicht wild durch die Bevölkerung. Vonseiten des Landratsamtes heißt es, man könne das Corona-Ausbruchsgeschehen eingrenzen auf einzelne Betriebe und eine Bar. „Durch private und berufliche Kontakte hat das Geschehen rasch gestreut, auch in Hotelbetriebe und Gastronomie sowie in Kindergärten und Schulklassen, wo es Übertragungen über die Eltern gab.“ Eine Rolle spiele wohl auch die Nachbarschaft zu Salzburg, wo Diskotheken und Clubs geöffnet sind.

Positives Feedback auch aus anderen Tourismusregionen in Oberbayern

Die Stimmung in anderen Urlaubsregionen in Oberbayern ist ebenfalls positiv. Man könne jetzt zumindest einen Teil der Einbußen wegen Corona wieder wettmachen. „Die Stimmung und Auslastung ist soweit gut“, heißt es beispielsweise aus der Zugspitzregion*. Und auch am Chiemsee sind die meisten Unterkünfte ausgebucht. „Spontan über‘s Wochenende was zu finden kann schwierig werden, vor allem nahe am See oder an den Bergen“, sagte die Sprecherin der Touristenregion Chiemsee-Chiemgau. 

Dauerregen, Herbstwetter und Unwettergefahr scheint die Urlauber auch nicht abzuschrecken. Im Zugspitzdorf Grainau heißt es lediglich, dass Touristen auf den Campingplätzen vereinzelt nicht anreisen. „Die Besucher kommen zu uns wegen der Berge und den Wandermöglichkeiten, planen aber in der Regel keinen Badeurlaub.“ (tel/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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