In Bayern fehlen 4000 Lehrlinge

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In Bayern fehlen 4000 Lehrlinge.

München - Der Lehrstellenmangel wird zum Lehrlingsmangel: In diesem Jahr gibt es im Freistaat 4000 mehr freie Ausbildungsplätze als Bewerber.

Das gab Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung bekannt. Demnach haben 72 500 Bewerber die Wahl unter 76 500 Lehrstellen. “Die Handwerker rühren sich schon, dass sie nicht mehr genug Aspiranten für Lehrstellen haben.“ Das bedeutet jedoch nicht, dass paradiesische Zeiten für die Jugendlichen angebrochen wären. Huber führte den Mangel auf ein “Missverhältnis“ von angebotenen Ausbildungsplätzen und der Qualifikation der Bewerber zurück. Denn viele anspruchsvolle Lehrstellen können nicht besetzt werden, weil die Bewerber nicht ausreichend qualifiziert seien.

Auf der anderen Seite fehlt es nach Hubers Worten an “einfacheren Ausbildungsstellen“ für die weniger gut qualifizierten Jugendlichen. Die Staatsregierung setzt deshalb ihr Förderprogramm “Fit for Work“ fort, um sogenannten benachteiligten Jugendlichen doch noch zu einem Ausbildungsplatz zu verhelfen. Ein Teil der 23 Millionen Euro fließt in Fahrtkostenzuschüsse an Jugendliche aus wirtschaftlich schwachen Regionen mit wenigen Ausbildungsplätzen - damit sie zur Lehrstelle pendeln können. Es gibt auch Zuschüsse für Betriebe, die leistungsschwache Lehrlinge ausbilden. Sozialstaatssekretär Markus Sackmann (CSU) betonte, dass sich Politik und Unternehmen weiter anstrengend müssten, um allen Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen.

dpa

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