Atomausstieg

Bayern muss bald fast die Hälfte seines Stroms importieren

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Hier qualmt jetzt nichts mehr: Das unrentable AKW Grafenrheinfeld wurde Ende Mai 2015 stillgelegt.

München - Bayern wird nach der Abschaltung des letzten bayerischen Atomkraftwerks massiv auf Stromimporte angewiesen sein. Das schätzt das bayerische Wirtschaftsministerium.

Demnach werde der Freistaat im Jahr 2025 vierzig bis fünfzig Prozent seines Strombedarfs durch Einfuhr decken müssen, hieß es. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor. Ministerin Ilse Aigner (CSU) stellte im Wirtschaftsausschuss des Landtag ihr neues Energiekonzept vor, erwähnte diese Zahlen jedoch nicht.

Nach dem Atomausstiegs-Beschluss 2011 hatte die Staatsregierung noch das Ziel, die Eigenständigkeit der bayerischen Stromversorgung zu erhalten. Nun ist klar, dass die Staatsregierung nur einen kleinen Teil des künftig fehlenden Atomstroms durch heimische Stromerzeugung ersetzen kann. Die Rahmenbedingungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien seien derzeit „echt schlecht“, sagte Aigner im Wirtschaftsausschuss. "Wir tun gut daran, hier keine Luftschlösser bauen zu wollen.“

dpa

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