Polizei warnt vor diesen Betrügern 

Mehr als 30.000 Euro: Falsche Polizeibeamte betrügen Rentner - Geldabholer stellt sich als 14-Jähriger heraus

Polizei Bayern
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Die Polizei ist der Betrügerbande auf der Spur. (Symbolbild)

Eine kriminelle Bande betrog einen Rentner um mehr als 30.000 Euro. Die Betrüger gaben sich als falsche Polizeibeamte aus - und das nicht zum ersten Mal.

Nürnberg – Ein Bürger aus Zirndorf wurde am Dienstag (07. September) Opfer einer kriminellen Bande. Die Betrüger erleichterten den Rentner um 35.000 Euro, indem sie sich in einem Schockanruf fälschlicherweise als Polizeibeamte ausgaben, wie aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken* hervorgeht. 

Dem 88-jährigen Mann wurde vorgelogen, dass seine Tochter in einen tödlichen Verkehrsunfall verstrickt gewesen sei. Damit sie nun einer längeren Haftstrafe entgehen könne, solle er ihnen die Kaution zukommen lassen. Der hilfsbereite Rentner hob noch am selben Tag den Betrag in Höhe von 35.000 Euro ab.  

Nürnberg: Polizei überführt vermeintlichen Kassenbeamten - 14-Jähriger in U-Haft

Das Geld übergab der Mann einer Frau am vereinbarten Ort, der sich in der Nähe des Amtsgerichts Fürth* befand. Der Rentner nahm an, dass die Frau, mit der er sich traf, von der zuständigen Staatsanwaltschaft gewesen sein muss.  

In der Zwischenzeit wurde jedoch die „richtige” Polizei eingeschaltet. Als die Betrüger den Rentner am Tag darauf erneut baten, er solle einen Geldbetrag an sie übergeben, willigte er ein, jedoch nur zum Schein. Diesmal sollte der Mann 50.000 Euro an einen vermeintlichen Kassenbeamten übergeben. Er kam jedoch nicht zum vereinbarten Übergabetreffpunkt, sondern schickte die Polizei dort hin.

Dabei konnten die Zivilbeamten den Geldabholer überführen und festnehmen, nachdem sie ihm einen Umschlag mit Papierschnipseln überreicht hatten. Immer wieder kommt es zu Fällen, bei denen sich Betrüger als Polizeibeamte ausgeben.

Nürnberg: Ermittlungen gegen Betrügerbande gehen weiter

Später stellte sich heraus, dass es sich bei dem Festgenommenen um einen 14-Jährigen handelte. Gegen ihn wurde ein Haftantrag der zuständigen Staatsanwaltschaft gestellt. Er befindet sich nun in Untersuchungshaft.  

Den ersten Geldbetrag in Höhe von 35.000 Euro konnte die Kriminalpolizei bisher nicht sicherstellen. Um an die Betrüger hinter dem Jugendlichen zu kommen, konzentrieren sich die Ermittelnden derzeit auf „die Strukturen hinter dem festgenommen 14-Jährigen”, wie aus der Mitteilung hervorgeht. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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