Lange Wartezeiten

Riesenstau im Ferienverkehr: Tiroler Grenze zu Bayern komplett verstopft dank Polizei-Sonderaktion

Am Mittwoch kam es auf den grenznahen Autobahnen in Bayern und Tirol zu Mega-Staus (Symbolbild)
+
Am Mittwoch kam es auf den grenznahen Autobahnen in Bayern und Tirol zu Mega-Staus (Symbolbild).
  • Patrick Freiwah
    VonPatrick Freiwah
    schließen

Entspannt auf der Autobahn in den Urlaub oder nach Hause fahren? Klappt oftmals nicht. So auch am Mittwoch auf Fernrouten in Bayern und Tirol. Ausschlaggebend war nicht nur der Andrang.

Innsbruck/München - Die Corona-Einschränkungen fallen angesichts sinkender Fallzahlen sukzessive und der Reiseverkehr nimmt langsam aber sicher Fahrt auf: Das war am Mittwoch, den 26. Mai 2021, ganz besonders zu spüren. Die Urlaubslust der Bevölkerung angesichts der vollzogenen Lockerungen im Freistaat, über die wir Sie hier im Bayern-Ticker auf dem Laufenden halten, waren jedoch nicht ausschlaggebend, sondern nur ein mitentscheidender Faktor, warum es zu langen Wartezeiten und strapazierten Nerven gekommen ist.

Auf den Verkehrsrouten zwischen Tirol und Bayern kam es zu einem Mega-Aufkommen. Vollgestopfte Autobahnen gab es dabei hauptsächlich in der südlichen Region des Freistaats in Richtung Grenzübergang. So erfasste der Rückstau die Fernstraßen A93 sowie A8 von München kommend in Richtung Salzburg.

Autobahnen zwischen Bayern und Tirol: Mega-Stau am Mittwoch wegen Lkw-Dosierung

Einerseits hängen die Verzögerungen mit dem gestiegenen Reiseverkehr auf den gängigen Routen zwischen Tirol und Bayern zusammen - als Nachwehe des vergangenen Pfingstwochenendes. Für den Hauptgrund war allerdings die österreichische Polizei zuständig: Die führte am Mittwoch ab 5.00 Uhr morgens eine LKW-Dosierung durch, wie die Polizeiinspektion Rosenheim* mitteilte.

Es handelte sich um ein Blockabfertigungsverfahren mit der folgenden Absicht: einen Verkehrsinfarkt entlang der A12 Inntal- als auch der A13 Brennerautobahn vermeiden, um einerseits Umwelt sowie Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, als auch die Verkehrssicherheit entlang der stark frequentierten Autobahnen. Den Höhepunkt erreichte die aktuelle Maßnahme um 10 Uhr morgens, als pro Stunde 300 Lastkraftwagen abgefertigt wurden.

Dies sorgte in der Folge für enormen Rückstau, der gegen 10:45 Uhr seine Höchstlänge erfasste - mit einer Staulänge von insgesamt rund 34 Kilometern. Betroffen waren die komplette A93 sowie ca. neun Kilometer der A8 aus München kommend*. Besonders in Richtung Salzburg und Kufstein waren noch länger Nachwirkungen zu spüren, wie das VPI Rosenheim ausführt.

Die Einsatzkräfte auf bayerischer Seite waren damit beschäftigt, Verkehrsregeln einzuhalten. Es wurden einige Verstöße festgestellt - gegen das Überholverbot, wegen Befahren des Seitenstreifens und auch eine Person, die auf der Autobahn wendete und entgegen der Fahrtrichtung an die Ausfahrt wollte. Vereinzelt kam es zu Unfällen, jedoch ohne Personenschaden.

Mega-Stau: Strapaziöses Reisen für Tausende Autofahrer - Fortsetzung folgt

Die Dosierungsmaßnahme vom 26. Mai ist in Tirol beendet, doch die nächsten stehen vor der Tür: Sie finden in Österreich am Donnerstag, 27. Mai, am Montag, 31. Mai sowie am Dienstag, den 1. Juni statt. Auch hier ist mit beträchtlichem Verkehrsaufkommen bzw. Staus zu rechnen.

Abschreckend wirken für manche Bürger auch die aktuellen Benzinpreise. Ein Faktor neben Corona*, der den einen oder anderen von langen Reisen mit dem Auto abhalten könnte.

Viele Menschen haben Fernweh und dürsten nach Reisen. Klar, dass das auch an Pfingsten zu zähflüssigem Vorankommen auf diversen Routen führte. Am Flughafen herrschte reger Betrieb, Stau an den Grenzen zu Österreich. (PF) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr zum Thema:

Kommentare