Bayern: Tausende Menschen demonstrieren für mehr Klimaschutz

Protestaktion der Bewegung Fridays for Future in München
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Menschen nehmen in München an der Protestaktion der Bewegung Fridays for Future teil.

Verheerende Brände, Überschwemmungen und schmelzende Gletscher - die Bewegung Fridays for Future fordert rasches Handeln für den Klimaschutz. Am Freitag gingen deshalb auch in Bayern viele Menschen auf die Straße. Der Protest in München übertraf die Erwartungen.

München - In Bayern sind am Freitag Tausende Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. Allein in München kamen nach Angaben der Polizei etwa 12.000 Teilnehmer zu der Protestaktion der Bewegung Fridays for Future. Die Veranstalter sprachen sogar von 29.000. Ursprünglich hatte Fridays for Future nur mit etwa 5000 Teilnehmern in München gerechnet.

„Wir sind sehr viel mehr als wir erwartet haben“, sagte die Sprecherin der Organisatoren, Cosima Schaaf. Man sei positiv überrascht. Die Menschen wollten vor der Bundestagswahl am Sonntag noch einmal auf das Thema aufmerksam machen.

Auch in etlichen anderen Städten im Freistaat und im Rest der Bundesrepublik fanden am Freitag noch Demonstrationen statt oder waren bis in die Abendstunden hinein geplant. Die Teilnehmer wollten der Forderung nach raschen und entschlossenen Maßnahmen für den Klimaschutz Nachdruck verleihen.

In den übrigen bayerischen Städten wurden die Zahlen aus München allerdings bei weitem nicht erreicht. In Nürnberg meldete die Polizei 1900 Teilnehmer bei einem Protestzug, in Regensburg waren von mehr als 1000 Frauen und Männern die Rede, und in Würzburg wurde die Zahl mit rund 600 angegeben.

„Schon jetzt verlieren Menschen aufgrund der Klimakrise ihr Zuhause und müssen fliehen. Wir können nicht weiter mit dem Kampf gegen die Klimakrise warten“, begründete Fridays for Future den sogenannten Klimastreik. Die Initiative will mit den Demonstrationen politischen Druck aufbauen. Sie fordert Maßnahmen, um die Klimaerhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

In Berlin nahm unter anderem die Initiatorin Greta Thunberg an der Kundgebung teil. Die Schwedin hatte vor etwas mehr als drei Jahren in Stockholm mit einem Schulstreik begonnen, aus dem sich die Klimabewegung entwickelte. dpa

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