Augsburg: Bayern übernimmt Bibliothek

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Kunstminister Wolfgang Heubisch hat einen Vertrag zur Verstaatlichung unterzeichnet.

Augsburg - Der Freistaat hat die Augsburger Stadt- und Staatsbibliothek übernommen. Wolfgang Heubisch (FDP) unterzeichnete am Donnerstag einen Vertrag zur Verstaatlichung, wie sein Ministerium mitteilte.

 „Als eine der ältesten wissenschaftlichen Bibliotheken ist die Staats- und Stadtbibliothek ein Kleinod der Stadt Augsburg und eine der bedeutendsten Regionalbibliotheken Deutschlands“, sagte er. Die Verstaatlichung der 1537 gegründeten Institution ist seit längerem beschlossen, nur über Details wurde zuletzt noch diskutiert.

Die Augsburger Stadtspitze hatte 2010 angekündigt, die Bibliothek zu schließen und die staatlichen Bestände ganz oder teilweise an Bayern zurückzugeben, sollte sich das Land nicht stärker an den Unterhaltskosten beteiligen. Seit 1806 lagern in der Bibliothek auch staatliche Bestände, vor allem Bücher aus Klosterbibliotheken. Ein alter Vertrag hatte geregelt, dass Augsburg den Unterhalt der Bibliothek trägt und für Miete und Verwaltungskosten des staatlichen Teils jährlich eine Entschädigung bekommt.

Bereits im Haushaltsjahr 2012 hatte der Freistaat die Bibliothek dem Ministerium zufolge mit 650 000 Euro unterstützt. 2013 zahle das Land 1,95 Millionen Euro für die Bibliothek und von 2014 an jährlich 1,2 Millionen Euro.

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