DWD warnt vor Gefahren

Tief Kirsten in Bayern: Alarm im ganzen Freistaat - „leichtsinnige Wassersportler“ an Seen in Gefahr

Sturmtief Kirsten trifft Bayern härter als gedacht. Franken ist besonders schwer getroffen. Die DWD-Warnung ist für weite Teile Bayerns aufgehoben.

  • Nach der Wetter*-Wende zum Wochenende wurde es jetzt richtig ungemütlich.
  • Sturmtief Kirsten zog am Mittwoch über Bayern hinweg - heftige Sturmböen im gesamten Freistaat.
  • Sturmwarnung des DWD für weite Teile Bayerns aufgehoben.

+++ Dieser Ticker ist beendet. +++

Update vom 28. August: Das Wetter in Bayern wird am Wochenende ungemütlich. KATWARN hat bereits für weite Teile Bayerns ausgelöst. Es drohen Dauerregen, Hochwasser und sogar Erdrutsche. Alle Nachrichten dazu lesen Sie in unserem neuen Ticker.

22.34 Uhr: Am Mittwoch sorgte Sturmtief Kirsten in Bayern für ordentlich Wirbel. Mittlerweile scheint der Freistaat die heftigsten Sturmböen jedoch überstanden zu haben. Der Deutsche-Wetterdienst hat die amtlichen Warnungen am Abend weitestgehend aufgehoben. Lediglich im Norden Bayerns müssten die Menschen noch vorsichtig sein.

Der DWD warnt im Raum Coburg etwa und schreibt: „Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 55 und 70 Kilometern pro Stunde aus westlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit Sturmböen um 75 Kilometern pro Stunde gerechnet werden.“ Sturmtief Kirsten zieht also weiter.

Wetter in Bayern: Sturmtief Kirsten sorgt für Einsätze an Seen - „leichtsinnige Wassersportler“ in Gefahr

20.29 Uhr: Sturmtief Kirsten fegte am Mittwoch (26. August) über Bayern. Besonders von der unruhigen Wetterlage betroffen waren Seen. So warnte der Deutsche Wetterdienst am Waginger und Tachinger See etwa vor Starkwind und Windböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 50 und 60 Kilometern pro Stunde. Wassersportler hätten bei derartigen Sphären unimttelbar an Land zu kommen, doch vor Ort hielten sich nicht alle an die Vorgaben.

Die Polizeiinspektion Laufen spricht in einer Pressemitteilung von „einigen leichtsinnigen Wassersportlern, die verantwortungslos die Warnung ignorierten und weiterhin mit Stand-up-Board und Ruderboot oder Schlauchbooten unterwegs waren.“ Als Folge mussten Polizei und Wasserwacht mehrmals zur Rettung eilen und erschöpfte Personen aus dem Wasser holen.

Ein ähnliches Bild zeichnete sich derweil auch am Chiemsee, wie rosenheim24.de* berichtet. Am größten See des Freistaats musste die Wasserschutzpolizei ebenfalls zu mehreren Einsätzen ausrücken. Der starke Westwind spülte sogar große Segeljachten an Land. Gekenterte Boote konnten teilweise noch nicht geborgen und zunächst nur vor Anker gelegt werden. Verletzt wurde niemand.

Sturm Kristen wütet in Bayern: Anhänger auf Autobahn von Windböe erfasst

16.44 Uhr: Sturmtief Kirsten sorgte am Mittwoch (26. August) auf der A7 zwischen Rothenburg ob der Tauber und Wörnitz (Lkr. Ansbach) für einen Verkehrsunfall.

Eine Windböe erfasste diesen Anhänger auf der A7 in Franken. Der Fahrer kam mit dem Schock davon.

Nicht das einzige Chaos das Sturmtief Kirsten in Bayern ausgelöst hat. Ein abgenickter Maibaum, gesperrte Bahnstrecken und abgebrochene Wochenmärkte - das Sturmtief „Kirsten“ ist über Bayern gezogen und hat dabei einige Schäden angerichtet. Umgestürzte Bäume und abgeknickte Äste störten in Franken und Oberbayern teilweise den Zugverkehr.

Sturmtief Kirsten wütet über Bayern: Maibaum stürzt in Würzburg auf Marktplatz

13.15 Uhr: Sturmtief Kirsten wütet über Bayern und hat nun in Würzburg den Maibaum umgelegt, wie br.de berichtet. Verletzte gibt es aber nach ersten Meldungen keine. Die Aufräumarbeiten laufen. Viele Einsatzkräfte befürchten, dass das Schlimmste gerade in Franken noch nicht überstanden ist. Wie berichtet (siehe Update von 19.21 Uhr) sind die Bäume durch die extreme Trockenheit vielerorts eh schon stark angegriffen. Zusätzlich haben sie noch volles Laub und bieten so eine stärkere Angriffsfläche für die Sturmböen. Die DWD-Warnung vor Sturmböen dauert für ganz Bayern noch bis in die Abenstunden an.

Nur noch der Stumpf: Sturm Kirsten hat den Maibaum in Würzburg gefällt. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Sturmtief Kirsten trifft auf Bayern: DB sperrt erste Strecken

12.45 Uhr: Eine weitere Bahnstrecke muss gesperrt werden. Zwischen Schwabach und Roth auf der Strecke Nürnberg-Treuchtlingen liegen ebenfalls Bäume im Gleis. Züge aus Treuchtlingen enden vorzeitig in Roth. Die Sperre zwischen Zirndorf und Fürth konnte indessen wieder aufgehoben werden. Die Kreisbrandinspektion Fürth warnt via Twitter vor herabfallenden Gegenständen.

Update, 11.33 Uhr: Sturmtief Kristen löst erste Schäden und Behinderungen in Franken aus. Laut br.de müssen zwei Märkte in Erlangen bereits frühzeitig schließen. Die Deutsche Bahn (DB) sperrt erste Strecken. Zwischen Zirndorf und Fürth liegen Bäume auf den Gleisen. Dort geht erstmal nichts mehr. Ein Zugersatzverkehr soll laut DB umgehend eingerichtet werden.

Update vom 26. August, 09.33 Uhr: Die Ausläufer von Sturmtief Kristen haben Bayern erfasst. Im Norden, also in ganz Franken und der Oberpfalz wütet der Sturm bereits mit Sturmböen von bis zu 65 km/h. Für die Mitte und den Süden soll es ab 11 Uhr am heftigsten werden. Der DWD warnt vor herabfallenden Ästen und anderen Gegenständen.

Aktuell warnt der Deutsche Wetterdienst für ganz Bayern vor Kirsten.

Update vom 26. August, 06.48: Der Mittwoch wird in Bayern wohl der ungemütlichste Tag der Woche werden. Grund sind Sturmböen, die gemeinsam mit trockener und relativ warmer Luft über den Freistaat ziehen.

Am Vormittag frischt der Wind deutlich auf, wie der DWD berichtet. Dabei vielerorts stürmische Böen zwischen 60 und 75, im nördlichen Franken sowie im Bergland auch Sturmböen bis 85 km/h. In den Kammlagen und auf hohen Alpengipfeln mitunter schwere Sturmböen bzw. orkanartige Böen um 100 km/h. Der Wind wird bis zu den Abendstunden anhalten, erst dann ist von Süden her eine leichte Abschwächung spürbar.

Dabei bleibt es bei milden Temperaturen zwischen 19 Grad im Frankenland und 28 Grad am Inn. Über den zunächst klaren Himmel ziehen am Nachmittag von Norden her dichte Wolken. Es bleibt jedoch zumeist trocken. In der Nacht zum Donnerstag lässt der Wind nach.

Sturmtief Kirsten rollt in der Nacht auf Bayern zu: Warnung für gesamten Freistaat

Update vom 25. August, 19.21 Uhr: Die ersten Ausläufer von Kristen werden Bayern in der Nacht erreichen. Schon jetzt wütet das Sturmtief über Großbritannien, dem Ärmelkanal und Nordfrankreich und rauscht dann in der Nacht von Nordwesten auf Deutschland und Bayern zu. Schon jetzt hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Warnkarte für Bayern komplett auf Orange eingefärbt.

Aktuell warnt der Deutsche Wetterdienst für ganz Bayern vor Kirsten.

Es liegt tatsächlich eine Sturmwarnung für ganz Bayern vor. Konkret geht es nach derzeitigem Wissensstand gegen 5 Uhr in Nordbayern los. Dort werden dann Sturmböen von bis zu 65 km/h erwartet. Das erscheine erstmal nicht viel, sagt Diplom-Meteorologe Tobias Reinartz vom DWD, „doch nach extremer Trockenheit in weiten Teilen des Landes sind die Bäume stark geschwächt und gleichzeitig voll belaubt.“ Ferner sei es quasi das erste Ereignis der diesjährigen Sturmsaison, die Bäume sind also, abgesehen von bisherigen, lokalen Gewitterstürmen länger nicht geprüft worden.

Sturmtief Kirsten über Bayern: In Alpen und Bayerischer Wald wird Lage besonders kritisch

Für die Mitte Bayerns ab Regensburg etwa und dem nördlichen Oberbayern gilt die Warnung ab etwa 10 Uhr mit denselben Windgeschwindigkeiten. Gefährlicher wird Sturmtief Kirsten in höheren Lagen. Dort können je nach Höhe bis zu 120 km/h erreicht werden, warnt der DWD. Im Bergland - egal ob Alpen oder Bayerischer Wald - gilt die Warnung auch bereits ab 3 Uhr nachts.

In jedem Fall lohnt ein prüfender Blick auf Balkon, Terrasse und Parkplatz, ob auch alles einigermaßen in Sicherheit ist. Der DWD warnt weiter vor herabfallenden Gegenständen wie Ästen. Denn eins ist klar: Im Gegensatz zu Gewittern, die immer lokale Ereignisse sind, trifft Kirsten auf ganz Bayern gleichberechtigt.

Update vom 25. August, 14.08 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet: „Im Verlauf der Nacht zum Mittwoch in den Kammlagen der Mittelgebirge und auf hohen Alpengipfeln aufkommende Sturmböen bis 85 km/h aus Südwest. Am Mittwoch weiter zunehmender Wind, dabei zunächst in Franken verbreitet Sturmböen zwischen 65 und 85 km/h, im weiteren Tagesverlauf auch auf die Gebiete südlich der Donau übergreifend. Im Bergland exponiert auch orkanartige Böen um 105 km/h.

Für Teile Bayerns liegen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes vor Sturmböen vor.

Für Teile Bayerns liegen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes vor Sturmböen vor. Diese gelten am Mittwoch von drei Uhr bis 22 Uhr: „Es treten oberhalb 1500 m Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) und 85 km/h (24m/s, 47kn, Bft 9) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit schweren Sturmböen um 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) gerechnet werden.“

Bayern-Wetter: Starkregen, Sturmböen und Gewitter drohen

Update vom 22. August, 15.28 Uhr: Dichte graue Wolken ziehen über den bayerischen Himmel. Vielerorts hat es sich kräftig eingeregnet. Besonders in zwei Gebieten warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Starkregen, Sturmböen und sogar Gewitter. In der Oberpfalz, rund um Regensburg, und zwischen Garmisch-Partenkirchen und Rosenheim können bis zu 20 Liter Regen auf den Quadratmeter fallen. Außerdem weht ein kräftiger Wind mit etwa 70 Stundenkilometern.

Update vom 22. August, 9.12 Uhr: Am Freitag rollte noch eine Hitzewelle über Teile Bayerns - die Temperaturen kletterten auf bis zu 36 Grad. Am Samstag überquert eine Kaltfront den Freistaat, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet. „Heute Vormittag in der Nordhälfte und im Westen einzelne Gewitter, im weiteren Tagesverlauf südostwärts ausweitend. Dabei Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit, kleinkörniger Hagel und Sturmböen bis 80 km/h,“ heißt es. Insbesondere am Nachmittag drohen in Südostbayern vereinzelt auch „unwetterartige Entwicklungen mit Starkregen" und Hagel.

Eine Kaltfront zieht heute über Bayern und bringt Starkregen und teilweise sogar Hagel mit.

Hitze-Hammer in Bayern! Sogar der Deutsche Wetterdienst warnt - doch radikale Wende steht bevor

Erstmeldung vom 21. August, 10.42 Uhr: München - Hitze-Welle in Bayern! Am Freitag klettern die Temperaturen auf 30 bis 36 Grad, im Freistaat wird es zum Start ins Wochenende also nochmal richtig heiß. In den Alpen sind zum Abend hin vereinzelte Gewitter aber nicht ausgeschlossen. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Aktuell liegt eine amtliche Warnung vor Hitze vor. Diese gilt am heutigen Freitag zwischen 11 und 19 Uhr.

Der Deutsche Wetterdienst warnt in fast ganz Bayern vor Hitze.

Wetter in Bayern: Am Samstag drohen im Freistaat Gewitter und Regen

In der Nacht zum Samstag kommen von Westen allmählich mehr Wolken, in Franken und Schwaben sind einzelne kräftige Gewitter* möglich. Am Samstag droht in Ober- und Niederbayern zum Teil gewittriger Regen, in weiten Teilen Frankens bleibt es dagegen am Nachmittag trocken. Die Höchstwerte betragen laut DWD 22 Grad im Frankenwald und 27 Grad an der unteren Donau. Bei Gewittern drohen außerdem Sturmböen*.

Bayern: Wetter-Wende nach Hitze-Hammer - Temperatursturz in München

Auch in der Landeshauptstadt steht zum Wochenende ein Temperatursturz an. Am Freitag klettert das Thermometer auf bis zu 34 Grad, am Samstag und Sonntag werden in München dann gerade einmal 23 Grad erreicht. Damit fällt die Temperatur um satte 10 Grad in der Spitze innerhalb von 24 Stunden. Die Gewitter können auch teils heftigen Starkregen mit sich bringen.

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Rubriklistenbild: © Bernd März/dpa

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