Bayerns Handwerker freuen sich über gute Auslastung

München - Die Handwerker in Bayern blicken optimistisch ins neue Jahr. Die meisten der Betriebe können nicht über einen Mangel an Arbeit klagen: Im Durchschnitt reichen die Aufträge für eineinhalb Monate.

Die Handwerker in Bayern sind mit Zuversicht ins Jahr gestartet. Für die kommenden Monate erwarteten 83 Prozent der Betriebe eine gute oder zufriedenstellende Entwicklung, sagte der Präsident des bayerischen Handwerkstages, Heinrich Traublinger, am Donnerstag in München. Die Auslastung der Betriebe ist weiterhin gut: Im Durchschnitt haben sie Aufträge für mehr als sechs Wochen in der Schublade und damit in etwa so viel wie im vergangenen Jahr. Ihren Umsatz konnten die Betriebe nach dem Rekordjahr 2011 nicht mehr ganz halten: Mit 96,2 Milliarden Euro gingen die Erlöse im Jahr 2012 um drei Prozent zurück. Stärkere Rückgänge verzeichneten vor allem Kraftfahrzeugbetriebe.

Mit mehr als 870.000 Beschäftigten gehört das Handwerk zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Bayern. Als großes Problem für die rund 200.000 Betriebe sieht Traublinger die Unsicherheit über politische Entscheidungen. „Erhebliche Verunsicherung besteht aktuell bei vielen Handwerkern, die eine Betriebsübergabe planen“, sagte Traublinger. Sie müssten befürchten, dass die Steuern in diesen Fällen rückwirkend erhöht werden, was wie ein Damoklesschwert über den Betrieben hänge. Steigende Kosten habe die Neuregelung der Rundfunkgebühren für die Handwerker gebracht. „So werden zum Beispiel Handwerksbetriebe mit vielen Filialen deutlich über Gebühr belastet.“

Auch die Energiewende kommt nicht wie erhofft in Gang. „Mir soll mal jemand erklären, wie die Energiewende ohne steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung überhaupt gelingen soll“, sagte Traublinger. Das Ziel der Bundesregierung, die bisherige Sanierungsrate zu verdoppeln, könne nur mit einer steuerlichen Förderung gelingen.

dpa

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