Hauben für Verdächtige

Bayerns Polizei will Schutz vor Spuck-Attacken

1 von 1
Die Sprecherin des Bremer Innensenators Rose Gerdts-Schiffler führt die neue Spuckschutzhaube der Bremer Polizei vor.

München - Renitente Verdächtige spucken Polizisten nicht selten einmal ins Gesicht. Das ist unangenehm und kann die Beamten sogar krank machen. Jetzt werden Gegenmaßnahmen geprüft.

In Bremen hat man sie mittlerweile eingeführt, für Bayerns Polizei wird der Einsatz der sogenannten Spuckschutzhauben derzeit noch geprüft. Das hat am Dienstag das bayerische Innenministerium bestätigt. „Die verschiedenen Polizeipräsidien haben Bedarf angemeldet“, sagte ein Sprecher, „jetzt wird aber erst geprüft ob man es für ganz Bayern einführt und vor allem welches Modell.“ Vom einfachen Mundschutz bis hin zum Helm gäbe es da alles.

Auch bei der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) in Bayern steht man den Hauben erst mal offen gegenüber. „Das liegt am Mangel an Alternativen“, sagte DPolG-Landesvorsitzender Hermann Benker. Wenn den Beamten jemand im Auto von der Rückbank ins Genick oder ins Gesicht spucke, sei das nicht schön. Von einer möglichen Ansteckungsgefahr mit gefährlichen Krankheiten ganz zu schweigen. „Es sollte aber eine Ultima Ratio bleiben und nicht der Standard werden“ sagte Benker weiter zum Thema Schutzhauben. „Man darf schließlich nicht die Signalwirkung für die Bevölkerung vergessen, wenn einem Verdächtigen bei der Festnahme so eine Haube übergezogen wird und man kennt die Hintergründe nicht.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Die Spektakuläre Rettungsaktion von Hund Zorro in Bildern
Die Spektakuläre Rettungsaktion von Hund Zorro in Bildern
Vier Stunden Nervenkrieg: Bergwacht sucht verschollenen Urlauber-Hund in Felswand
Vier Stunden Nervenkrieg: Bergwacht sucht verschollenen Urlauber-Hund in Felswand
Junge Autofahrerin gerät auf Gegenfahrbahn und rast in Traktor - Trecker-Fahrer stirbt
Junge Autofahrerin gerät auf Gegenfahrbahn und rast in Traktor - Trecker-Fahrer stirbt
Augsburger Caritas-Gebäude durch Feuer vollkommen zerstört - Schaden im sechsstelligen Bereich
Augsburger Caritas-Gebäude durch Feuer vollkommen zerstört - Schaden im sechsstelligen Bereich

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.