"Porno Island": Behörden werden aktiv

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Senden - Für Menschen mit etwas anderen sexuellen Vorlieben gab es in Bayern ein lauschiges Plätzchen. Die Besucher kamen teils von weit her. Doch damit soll jetzt Schluss sein.

Ein Areal an den drei Sendener Badeseen nahe Ulm war bislang ein Hotspot für alle, die auf Sex unter freiem Himmel stehen. "Das Naherholungsgebiet, zwölf Kilometer südlich von Ulm gelegen, soll sich in den letzten Jahren zu einer Erotikkampfzone für all jene entwickelt haben, die beim Liebesspiel ungern in den eigenen vier Wänden bleiben", schrieb etwa die SZ im Jahr 2010.

Der Bereich wurde dem Bericht zufolge in Internet-Foren als Geheimtipp unter schwulen Männern genannt, auch Hetero-Paare wurden angelockt. Zum hemmungslosen Treiben zu zweit - oder auch in großer Runde beim Swinger-Vergnügen.

Berichtet wurde von Dildos, Pornoheften, Kondomen und Abfall, mit denen das Gebiet zugemüllt wurde. Erholungssuchende, die mit öffentlichem Sex nichts am Hut haben, mieden den Bereich weiträumig. "Porno Island" wurde das Fleckchen an den Baggerseen in Senden vom Bayerischen Rundfunk genannt.

Jetzt haben die Behörden reagiert. Wie die Neu-Ulmer Zeitung berichtet, haben sie 5500 Euro investiert und sind mit schwerem Gerät angerückt. Kleine Bäume, Büsche, Schilf - etliche potenzielle Verstecke mussten daran glauben. Zudem wurde das Ufer verlegt und ein Badesteg abgerissen.

Ob der fehlenden Sichtschutz das wilde Treiben beendet? Das wird spätestens der Sommer zeigen. Wenn nicht, dann bekommen unbescholtene Badegäste eben freien Blick auf die Rammler.

lsl.

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