Zahlreiche Retter im Einsatz

Bergsteigerin stürzt 80 Meter in den Tod - Ehemann muss alles mit ansehen

50-jährige Bergsteigerin stürzt an der „Nase der schlafenden Hexe“ in den Tod.
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50-jährige Bergsteigerin stürzt an der „Nase der schlafenden Hexe“ in den Tod.

Am Donnerstagmorgen kam es in den Berchtesgadener Alpen zu einem schweren Unfall. Eine Frau stürzte aus noch ungeklärter Ursache rund 80 Meter in die Tiefe.

Bischofswiesener Forst - Rund 80 Meter in die Tiefe stürzte am Donnerstagmorgen eine 50-jährige Bergsteigerin im östlichen Lattengebirge. Aus noch ungeklärter Ursache fiel die Frau an der Nordseite der Rotofenscharte bis zum Wandfuß herab. Ihre Begleiter mussten ihren Sturz mitansehen.

Tragisches Bergunglück: 50-Jährige war nicht gesichert

Eine Gruppe von drei Bergsteigern war am Donnerstagmorgen zum Klettern über die Berchtesgadener Rinne aufgebrochen. Die 50-Jährige und ihr 58 Jahre alter Ehemann kommen aus dem Landkreis Traunstein*. Der 59-jährige Begleiter ist Einheimischer aus dem Berchtesgadener Land*. Als sie gegen 8.30 Uhr am Vorderen Rotofen auf ungefähr 1369 Metern angekommen waren, rutschte einer der vorausgestiegenen Männer ab. Er war gesichert und landete im Rettungsseil. Die 50-Jährige weiter unten hatte nicht so viel Glück. Sie war nicht gesichert. Aus noch ungeklärter Ursache stürzte sie ebenfalls und fiel rund 80 Meter in die Tiefe.

Die beiden Männer verständigten sofort die Leitstelle* in Traunstein. Dort informierte man die Bergwachten* in Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger, heißt es in der Pressemitteilung des BRK Berchtesgadener Land. Der Rettungshubschrauber* „Christoph 14“ samt Notärztin sowie der Salzburger Notarzthubschrauber „Christopherus 6“ machten sich auf den Weg. Die Notärztin wurde mit einer Winde bei der Abgestürzten heruntergelassen. Dort konnte sie allerdings nur noch den Tod der Frau feststellen. „Christopherus 6“ beendete daraufhin seinen Einsatz. Mit dem anderen Helikopter wurden weitere Bergretter bei den Männern abgesetzt und die Notärztin wieder aufgenommen.

Tragisches Bergunglück: Polizei untersucht die Unfallursache

Mit einer Winde wurden die Männer in den Hubschrauber gezogen. Am Bognerlehnen am Eisenrichtberg wurden sie dann der Rettungswagen-Besatzung des BRK übergeben. Es ging weiter in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Dort kümmerten sich zwei Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams um die Bergsteiger. Der ins Seil gestürzte Mann erlitt Prellungen, sein Gefährte zog sich Verletzungen an den Handflächen durch die Seilreibung zu. Der Polizeihubschrauber „Edelweiß 6“ flog anschließend Bergführer der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) zur Unfallstelle um den tödlichen Unfall aufzunehmen. Die 50-Jährige wurde anschließend mit einer Seilwinde geborgen und ins Tal geflogen. Insgesamt waren 15 Einsatzkräfte rund vier Stunden bei der Rettung zugange. (tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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