Zahlreiche Einsätze

Mehrere schwere Fahrradunfälle am Wochenende: Mann (28) stürzt mit Mountainbike zehn Meter in die Tiefe

  • Thomas Eldersch
    VonThomas Eldersch
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Zahlreiche Wanderer und Mountainbiker waren am Wochenende unterwegs. Dabei kam es immer mal wieder zu teils heftigen Unfällen und mehreren Schwerverletzten.

Bad Reichenhall/Karlstein - Die bayerischen Alpen waren das Ziel zahlreicher Ausflügler am vergangenen Wochenende. Die sommerlichen Temperaturen* verleiteten auch viele zum Wandern und Mountainbiken. Dabei kam es aber allein im Berchtesgadener Land* zu einigen Unfällen und Einsätzen der Bergwacht.

Mann stürzt beim Mountainbiken mehrere Meter einen Hügel hinab

Ein besonders heftiger Unfall ereignete sich am Sonntagabend am Müllnerhörndl (Karlstein). Zwei Mountainbiker waren spät abends gegen 20.45 Uhr noch unterwegs, schreibt das Bayerische Rote Kreuz (BRK) in seiner Pressemitteilung. Bei der Abfahrt vom Paul-Gruber-Haus ist einer von ihnen - ein 28-jähriger Mann aus Freilassing - von der Forststraße abgekommen und rund zehn Meter die Böschung hinabgestürzt. Er knallte am Ende seines Sturzes mit dem Kopf auf. Sein Fahrradhelm rettete ihm wohl das Leben. Er war sogar noch so fit, dass er den Hang selbstständig wieder hinaufklettern konnte.

Mit seinem Fahrrad im Gepäck schaffte es der 28-Jährige noch bis zur Höhe Kugelbachbauer. Dort traf er auf eine Streife der Reichenhaller Polizei. Sie leisteten Erste Hilfe und verständigten die Bergwacht* Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger. Die Bergretter brachten den Biker dann mit einem Rettungsfahrzeug ins Kreisklinikum Bad Reichenhall. Sein Freund war bereits im Tal angekommen, als er bemerkte, dass jemand fehlte.

Bergretter müssen mehrere Wanderer und Radfahrer versorgen

Bereits am Sonntagvormittag ereignete sich ein weiterer schwerer Fahrradunfall. Eine fünfköpfige Gruppe fuhr gegen 11.50 Uhr aus dem Salzburger Tennegau die Alte Kehlsteinstraße bergab. Kurz nach der verfallenen, oberen Kehlalm stürzte ein 42-jähriger Mann aus Hallein in Österreich und verletzte sich dabei schwer an der Hüfte. Ersthelfer und eine Streife der Berchtesgadener Polizei versorgten den Mann und brachten ihn im Polizeibus zu Roßfeldstraße. Dort übernahm ihn eine Rettungswagenbesatzung* des Roten Kreuzes Berchtesgaden und brachte ihn in das Salzburger Unfallkrankenhaus. Die Polizei nahm derweil den Unfallhergang auf.

Nicht nur Biker, sondern auch Wanderer benötigten Hilfe von der Bergwacht. Am Freitag hatte sich am Obersee ein 45-jähriger Urlauber aus der Oberpfalz am Sprunggelenk verletzt. Die Bergwacht und die Wasserwacht Berchtesgaden fuhren mit einem Boot über den Königssee, um dem Mann zu helfen. Sie brachten ihn auf einer Trage zurück an das andere Ufer, wo er vom Rettungsdienst in Empfang genommen und ins Krankenhaus Bad Reichenhall gebracht wurde.

Am Samstagnachmittag kam der Rettungshubschrauber* „Christoph 14“ aus Traunstein zum Einsatz. Ein Wanderer hatte sich auf der Königstalalm auf dem Weg vom Schneibstein kommend bei einem Sturz den Oberarm gebrochen. Die Crew des Helikopters beziehungsweise ein Notarzt konnten ihn versorgen und in die Klinik nach Bad Reichenhall fliegen. (tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Markus Leitner/Bayerisches Rotes Kreuz

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