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Blutiger Weihnachtsausflug

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Rainer G. vor (r.) und nach dem Vorfall.

Bad Aibling – Bis zur Unkenntlichkeit verprügelt, zwei Schneidezähne ausgeschlagen, eine nach drei Tagen immer noch blutende Nase – der Weihnachtsausflug von Rainer G. aus Bad Aibling in seine Wahlheimat Ungarn war ein Albtraum.

 Alles begann mit einer, wie G. selbst einräumt, großen Dummheit. Als er in Baja an der Donau in eine Polizeikontrolle geriet, fuhr er einfach weiter – absichtlich. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf und holten ihn nach längerer Fahrt ein: „Ein Polizist schlug das Fahrerfenster ein – es zerbrach in tausend Stücke, einige davon landeten in meinem Gesicht. Dann schlug bei mir der Blitz ein. Mehr weiß ich nicht.“

Als er wieder zu sich gekommen sei, sei er am Straßenrand im Dreck gelegen, erinnert sich der Autor und Musiker, der bis vor einigen Jahren in Bad Aibling (Kreis Rosenheim) lebte. In diesem Moment habe er realisiert, dass er grün und blau geprügelt worden ist. „Zwei gezielte Schläge auf beide Jochbeine, ein kräftiger Hieb auf die Nasenwurzel, eine Beule am Hinterkopf und ein Schlag auf das Kinn, der mich zwei Schneidezähne gekostet hat. Dazu starke Blutergüsse, die wohl von Fußtritten stammen“, zählt G. die Verletzungen auf.

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Nach ärztlicher Notversorgung blieb G. zwei Tage in Polizeiarrest, ehe er nach einem Verhör freikam. Drogenund Alkoholtests seien negativ ausgefallen, beteuert G. Konsulin Edit Masika vom ungarischen Generalkonsulat in München bestätigte den Vorfall auf Anfrage. Es liege jedoch auf der Hand, dass sich der Deutsche sehr verdächtig gemacht habe, als er ohne seine Papiere davongebraust sei. Ermittlungen laufen. G. will Ungarn den Rücken kehren: „Ich bleibe keine Sekunde länger als nötig hier.“

Eva Langwieder

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