Brexit schadet Bayerns Firmen

Folgen des Brexit
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Britische Pence und eine Ein-Pfund-Münze.

Der Austritt Großbritanniens aus der EU hat Bayerns Industrie spürbar geschadet - und die Schäden könnten in den kommenden Jahren noch zunehmen. Im Gegensatz zur allgemeinen konjunkturellen Erholung in diesem Jahr sind die Ausfuhren ins Vereinigte Königreich nach dem Brexit kräftig geschrumpft. Das schreiben die Ökonomen des Prognos-Instituts in einer am Mittwoch vorgestellten Studie für die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw).

München - In den ersten drei Quartalen sind die bayerischen Ausfuhren nach Großbritannien demnach um drei Prozent gesunken, während die Exporte insgesamt um fünfzehn Prozent zulegten. Noch kräftiger schrumpften die Einfuhren aus Großbritannien. Damit hat sich ein Negativtrend fortgesetzt, der bereits Jahre vor dem eigentlichen Brexit begann.

In Zukunft könnte der Handel mit Großbritannien nach Einschätzung des Prognos-Instituts sogar noch schwieriger werden, obwohl EU und Großbritannien sich auf ein Handelsabkommen geeinigt haben. Ein Grund sind die zu erwartenden Unterschiede bei technischen Normen und Standards.

Ein Beispiel: Den größten Anteil an den bayerischen Ausfuhren nach Großbritannien haben mit über einem Drittel Autos und Autoteile. Doch werden laut Studie die europäischen und britischen Kfz-Typgenehmigungszertifikate wechselseitig nicht mehr anerkannt.

Neue Handelshemmnisse entstehen demnach auch in vielen anderen Bereiche, etwa durch unterschiedliche Produktvorschriften, fehlende wechselseitige Anerkennung von Berufsabschlüssen und -qualifikationen oder verschiedene Regeln im Lebensmittelrecht.

Das Handelsabkommen habe die schlimmsten Folgen des Brexit verhindert, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. „Aber von einem störungsfreien Handel kann nicht die Rede sein.“ Der Verband plädiert deswegen für ergänzende deutsch-britische Vereinbarungen, unter anderem zur gegenseitigen Anerkennung von Berufsabschlüssen. dpa

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