"Brot für die Welt": Es ist genug für alle da

Kulmbach - "Es ist genug für alle da"- ist das Motto der Aktion "Brot für die Welt", die am Sonntag startet. Die Hilfsorganisation will auch ein Entwicklungsprojekt in Bangladesh vorstellen.

Unter dem Motto “Es ist genug für alle da“ startet das Diakonische Werk Bayern am 1. Advent (28. November) die 52. Aktion “Brot für die Welt“. Bei einem Eröffnungsgottesdienstes am Sonntag in der Kulmbacher Petrikirche will die evangelische Hilfsorganisation ein Entwicklungsprojekt in Bangladesch vorstellen. Im Norden des armen südasiatischen Landes sollen Kleinbauern lernen, ihre Felder so zu bewirtschaften, dass sie auch in Zukunft noch Erträge garantieren und so die Ernährung der Bevölkerung sichern.

Der Präsident des Diakonischen Werkes, Ludwig Markert, wies am Mittwoch in Kulmbach auf die die sich verschärfende Ernährungslage in vielen Entwicklungsländern hin. “Neben den aktuellen sozialpolitischen Diskussionen hierzulande dürfen wir die fast eine Milliarde Menschen weltweit nicht vergessen, für die Hunger eine bittere tägliche Realität ist“, sagte Markert. Nicht zuletzt seien dafür die Industrienationen verantwortlich. Besorgt äußerte sich der Diakoniechef vor allem über das Unheil, das Spekulanten auf der Suche nach dem schnellen Geld auf den globalen Nahrungsmittelmärkten anrichteten.

Nach Prognosen der Welternährungsorganisation wird der Getreidepreis binnen zehn Jahren um 40 Prozent zulegen. Allein nach der Verhängung eines Exportverbots in Russland, das in diesem Sommer von großen Flächenbränden betroffenen war, sei der Weizenpreis um die Hälfte gestiegen, erklärte Markert. Auch Mais habe mit einen Plus von 30 Cent pro Scheffel den größten Preisschub seit 1973 erlebt. Deshalb seien Hungeraufstände und Hungerkrisen wie beim letzten Preissprung vor zwei Jahren vorprogrammiert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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