Brunner: Russen wollen bayerische Bauern anwerben

Kloster Banz - Russland hat mehr als ein halbes Jahrhundert nach den massenhaften Deportationen deutschstämmmiger Bauern in der Stalin-Ära offensichtlich wieder Interesse an deutschen Neusiedlern.

Das berichtete Bayerns Agrarminister Helmut Brunner (CSU) am Donnerstag am Rande der CSU-Herbstklausur in Kloster Banz. “Die Russen haben gebeten, es mögen mehr bayerische Bauern kommen. Sie haben noch Brachflächen“, berichtete Brunner nach einem mehrtägigen Russland-Besuch in der vergangenen Woche.

Brunner war nach Moskau und Woronesch gereist, um den in der Wirtschaftskrise ins Stocken geratenen Exportboom für bayerische Agrarprodukte wieder in Schwung zu bringen. Die Delegation handelte denn auch Lieferverträge in zweistelliger Millionenhöhe aus - unter anderem orderten die Russen 2000 bayerische Zuchtschweine. Interessiert sind die russischen Betriebe nach Brunners Angaben aber auch an deutschen Landmaschinen, Ersatzteilen und Finanzdienstleistungen.

Den größten Eindruck auf die bayerischen Besucher machte ein russischer Riesen-Agrarbetrieb: “120 000 Hektar“ - das sind 1200 Quadratkilometer - “und 13 000 Kühe“, sagte Brunner. “Das muss man sich mal vorstellen.“ Chef ist ein deutscher Auswanderer. Brunner zog eine rundum positive Bilanz der Reise.

dpa

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