Bündnis aus flüchtlingsfreundlichen Gruppen

Protestcamp vor Bamberger Abschiebezentrum geplant

Bamberg - Vor der Bamberger Abschiebeeinrichtung (ARE) wollen flüchtlingsfreundliche Gruppen aus ganz Deutschland ein Protestcamp einrichten. Das stellt die Stadt vor Probleme.

Ein Bündnis von flüchtlingsfreundlichen Gruppen aus ganz Deutschland will vor der Bamberger Abschiebe- und Rückführungseinrichtung (ARE) ein Protestcamp einrichten. „Die Menschen in der ARE in Bamberg werden isoliert, entrechtet und von jeglicher gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen“, sagte Christian Oppl vom „Solidarity4all“-Bündnis am Donnerstag. 

Das Bündnis will vom 4. bis zum 7. August vor dem sogenannten Abschiebezentrum protestieren. Es plant dort eine Kundgebung, eine Demo durch Bamberg und Aktionen in der Innenstadt. Zu der Initiative gehören der Bayerische Flüchtlingsrat, der Sächsische Flüchtlingsrat und Organisationen aus anderen Städten wie Göttingen.

Stadtsprecherin: "Wir haben bisher Demos direkt vor der ARE verhindert"

Allerdings ist sich das Bündnis mit der Stadt noch nicht einig, wo das Protestcamp liegen soll. „Wir haben bisher Demonstrationen beider politischer Richtungen direkt vor der ARE immer verhindert“, sagte eine Stadtsprecherin. Die Asylbewerber, aber auch die Nachbarn sollen so geschützt werden. Die Stadt befürchtet auch, dass Gegendemonstranten aus der rechten Szene auftauchen. Ein geplantes Übernachtungscamp soll deshalb etwas weiter entfernt Platz finden.

304 Menschen leben in der Einrichtung

Die ARE Bamberg wurde - wie das zweite bayerische Ankunfts- und Rückführungszentrum in Oberbayern - im vergangenen September eröffnet. Dort sind Asylbewerber mit geringer Bleibeperspektive untergebracht. Derzeit leben in der Einrichtung in Bamberg 304 Menschen - bei einer Kapazität von 1500 und einem geplanten Endausbau auf 4500 Plätze.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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