Bürgermeister verschenkt Krippenfiguren für 50.000 Euro

Nürnberg/Winkelhaid - Er hat jahrelang handgeschnitzte Krippenfiguren aus Südtirol gekauft und an verdiente Bürger verschenkt - die 50 000 Euro dafür nahm er einfach aus der Rathauskasse.

Dafür muss der frühere Bürgermeister von Winkelhaid (Kreis Nürnberger Land) nun mit einer neunmonatigen Bewährungsstrafe büßen. Ein bereits im Jahr 2011 ergangenes Urteil des Amtsgerichts Hersbruck wegen Untreue ist nun rechtskräftig. Der 73-Jährige zog am Mittwoch in einer Berufungsverhandlung vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth überraschend seine Berufung zurück. Er hatte 30 Jahre lang an der Spitze der Gemeinde gestanden.

Das Amtsgericht hatte es als erwiesen angesehen, dass das frühere Gemeindeoberhaupt jahrelang holzgeschnitzte Figuren aus Südtirol im Wert von mehr als 50 000 gekauft hatte; in seiner Gemeinde beschenkte er damit verdiente Bürger. Das Geld stammte aus der Gemeindekasse; allerdings hatte er sich die umstrittene Ausgabe nicht vom Gemeinderat genehmigen lassen. Persönlich bereichert habe sich der Bürgermeister dabei allerdings nicht. Zu dem Prozess war es gekommen, nachdem er den Strafbefehl nicht akzeptiert hatte.

dpa

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