Coburger Fleischskandal

Stadt macht Schlachthof dicht

Coburg - In einem Zerlegungsbetrieb in Coburg wurde minderwertiges Fleisch umdeklariert und illegal als Lebensmittel verkauft. Jetzt hat die Stadt den Schlachthof geschlossen.

Die Stadt Coburg schließt ihren in die Schlagzeilen geratenen Schlachthof. Das entschied der Stadtrat am Donnerstagabend mit großer Mehrheit, wie die Kommune mitteilte. Vor einigen Wochen hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen: Ein Zerlegungsbetrieb soll im Coburger Schlachthof minderwertiges Fleisch umdeklariert und illegal als Lebensmittel verkauft haben.

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Das Fleisch sei aber wohl nur an einzelne Metzgereien und Gastronomiebetriebe weitergegeben worden - dass es in den Großhandel gelangte, schlossen die Ermittler mit „an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ aus. Der Staatsanwaltschaft zufolge ist das verkaufte Fleisch zwar nicht für den Verzehr geeignet, aber auch nicht mit Krankheiten verseucht gewesen. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk mehrmals über die mutmaßlich illegalen Praktiken im Schlachthof berichtet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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