Strenge Regeln bleiben

Trotz Inzidenz unter 50: Corona-Lockerung in bayerischem Kreis abgelehnt - Landrat droht mit Klage

Ein Schild weist auf dem Rathausplatz in Augsburg auf Maskenpflicht hin.
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Corona im Kreis Augsburg: Ein Antrag auf eine Lockerung der Maßnahmen wurde abgelehnt (Symbolbild).

Niedrige Inzidenz-Werte - und dennoch keine Lockerungen für die Bürger: Darüber ärgert sich der Landrat eines bayerischen Landkreises. Er droht nun sogar mit einer Klage.

Augsburg - Eigentlich macht die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Augsburg* Hoffnung. Doch Lockerungen gibt es dennoch keine - sehr zum Ärger von Martin Sailer (CSU), Landrat des Landkreises Augsburg*.

Wie zunächst die Augsburger Allgemeine berichtete, liegt die Sieben-Tage-Inzidenz* im Augsburger Land schon seit dem 9. Februar unter dem Grenzwert von 50. Sailer forderte deshalb, dass es an der Zeit für Lockerungen sei - doch die Regierung von Schwaben lehnte dies ab.

Corona im Landkreis Augsburg: Trotz Inzidenz unter 50 - Lockerung abgelehnt

Nach der Ablehnung seines Antrags auf regionale Corona-Lockerungen hat der Landrat der zuständigen Aufsichtsbehörde mit einer Klage gedroht. Wie das Landratsamt an diesem Donnerstag (25. Februar) mitteilte, behält sich Sailer eine Normenkontrollklage gegen die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vor, sollte darin bei Lockerungen nicht deutlich zwischen Kommunen mit Inzidenzwerten unter 50 und solchen mit Werten unter 100 unterschieden werden.

„Die Bürgerinnen und Bürger müssen darauf vertrauen können, dass auch wirklich Lockerungen erfolgen, wenn durch ihr Mitmachen und Durchhalten bestimmte Zielmarken erreicht werden“, sagte Sailer. Der Landrat hatte bei der Regierung von Schwaben am 18. Februar regionale Lockerungen bei den Corona*-Einschränkungen beantragt, nachdem der Landkreis eigenen Angaben zufolge seit 9. Februar eine 7-Tage-Inzidenz von unter 50 gemeldet hatte.

Kreis Augsburg: Landrat wollte Maskenpflicht im öffentlichen Raum abschaffen

Unter anderem wollte Sailer im Landkreis Augsburg die Maskenpflicht im öffentlichen Raum abschaffen, kleine, inhabergeführte Geschäfte wieder öffnen lassen und Sportarten wie Tennis im Freien erlauben. Die Regierung von Schwaben lehnte den Antrag aber in Abstimmung mit dem bayerischen Gesundheitsministerium ab. Die Ausbreitung von Corona-Varianten überlagere die Entwicklung der Inzidenzwerte, begründete ein Sprecher die Entscheidung. (nema mit dpa) (*Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks)

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Eine Klinik in Friedberg bei Augsburg machte kürzlich außerdem Schlagzeilen: Obwohl dort keine Corona-Fälle behandelt werden, verbreitete sich dort das Virus. Einige Menschen starben.

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