Heimleiter vor Rätsel

Nach doppelter Impfung: Massiver Corona-Ausbruch in Altenheim in Bayern

In Zirndorf haben sich Bewohner eines Altenheims nach der Impfung infiziert.
+
In Zirndorf haben sich Bewohner eines Altenheims nach der Impfung infiziert. (Symbolbild)

In einem Altenheim in Franken ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Die meisten Heimbewohner waren bereits geimpft. So ist die Lage in Zirndorf.

Fürth/Zirndorf - Das Coronavirus* breitete sich in einem Altenheim im fränkischen Zirndorf bei Fürth* aus. Wie es zu dem Ausbruch gekommen ist, ist bisher unklar. Insgesamt seien 24 Senioren betroffen. Die meisten Heimbewohner hatten schon zwei Corona-Schutzimpfungen hinter sich - allerdings nicht alle.

„Wir haben keine Erkenntnis darüber, wie Corona in unser Haus gekommen ist“, erklärt Frank Bauer, der Leiter der Zirndorfer Einrichtung, gegenüber inFranken.de. Das Virus kann über Besucher, Angehörige, Mitarbeiter oder Ärzte in das Heim gelangt sein.

Corona-Ausbruch in Altenheim: Britische Variante bei Betroffenen nachgewiesen

„Aktuell haben wir noch zwölf Fälle“, berichtet Bauer infranken.de. Die Infizierten wurden in bestimmte Flügel des Heimes isoliert. „Die Menschen sind da abgeriegelt“, erläutert Bauer. Dem Großteil der Betroffenen gehe es gesundheitlich gut, da die meisten schon ihre zweite Corona-Schutzimpfung hinter sich hatten. „Wir haben sogar eine 104-Jährige, die das Ganze gut überstanden hat“, freut sich der Heimleiter, „Es gab auch Bewohner, die gar nicht gemerkt haben, dass sie infiziert sind.“  Bei den insgesamt 24 Fällen sei hauptsächlich die britische Variante B.1.1.7* aufgetreten.

Video: Nach Impfungen - 18 Corona-Fälle in einem Altenheim in NRW

Fünf Todesfälle durch das Virus - „Impfen bringt auf jeden Fall etwas“

Insgesamt gab es fünf Todesfälle in dem Altenheim, wie infranken.de berichtet. „Es gab auch Bewohner, die sich nicht geimpft haben“, erklärt der Heimleiter. Einer der Bewohner sei trotz einer doppelten Impfung gestorben, habe allerdings zahlreiche Vorerkrankungen gehabt. Der Rest der Verstorbenen war nach Bauers Kenntnisstand nicht geimpft. „Anhand unseres Falles sieht man: Impfen bringt auf jeden Fall etwas.“ Die Heimbewohner, die eine Impfung erhalten haben, bekamen alle den Impfstoff von Biontech*.

Laut dem Robert Koch-Institut* (RKI) sei noch nicht geklärt, inwieweit die Impfstoffe schwere Verläufe einer Corona-Erkrankung verhindern und in welchem Maße eine Impfung die Übertragung und Ansteckung anderer Personen reduziere. Dem RKI zufolge laufen derzeit Studien, in denen dies entsprechend untersucht wird. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Übrigens: Die wichtigsten Geschichten aus dem schönen Nürnberg gibt‘s jetzt auch in unserem brandneuen, regelmäßigen Nürnberg-Newsletter.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Wolf spaziert einfach über Fabrikgelände - Jetzt beschäftigt sich auch der Landtag mit dem selten Raubtier
Wolf spaziert einfach über Fabrikgelände - Jetzt beschäftigt sich auch der Landtag mit dem selten Raubtier
44-jähriger Arbeiter stirbt nach Betriebsunfall in Herzogenaurach
44-jähriger Arbeiter stirbt nach Betriebsunfall in Herzogenaurach
Bayern: Auto von Mutter mit Baby bleibt auf Autobahn liegen - Polizei besorgt Sprit mit Geld aus der Kaffeekasse
Bayern: Auto von Mutter mit Baby bleibt auf Autobahn liegen - Polizei besorgt Sprit mit Geld aus der Kaffeekasse
Corona in Bayern: Live-Daten und Zahlen aus allen Städten und Landkreisen
Corona in Bayern: Live-Daten und Zahlen aus allen Städten und Landkreisen

Kommentare