Alle Infos zur „Novemberhilfe“

Corona-Hilfen in Bayern: So kommen Sie an Geld - das müssen Selbständige und Unternehmen jetzt wissen

Zahlreiche Banknoten liegen auf einem Tisch.
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Corona-Hilfen: So kommen Sie an Geld (Symbolfoto).

Ein Ende der Corona-Krise ist nicht abzusehen. Kosmetiksalons, Fitnessstudios und Restaurants warten auf die versprochene staatliche Unterstützung. Wir erklären, welche Arten von Hilfen es gibt, wo man sie beantragt und wer berechtigt ist.

München – 3600 Firmen in Bayern warten auf beantragte 100 Millionen Euro. Nach der Überbrückungshilfe I ist nun die Überbrückungshilfe II auszahlbereit, berichtet Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Die Überbrückungshilfe III steht laut Bundeswirtschaftsministerium schon „in den Startlöchern“.

Wer kann einen Antrag stellen?

Antragsberechtigt sind Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen, soweit sie ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten. Auch Soloselbstständige sind berechtigt. Die Verlierer sind Unternehmen, die nach dem 31. Oktober 2019 gegründet wurden. Sie gehen leer aus. Neben den direkt Betroffenen sind bei der Überbrückungshilfe III, der sogenannten „Novemberhilfe“*, die demnächst gestartet werden soll, auch indirekt Betroffene antragsberechtigt. Voraussetzung ist, dass sie 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungs-Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen. 

Wie stark muss der Umsatzrückgang sein?

Es muss ein Umsatzrückgang gegeben sein. Für die Überbrückungshilfe I gilt, dass der Umsatz in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist. Die Überbrückungshilfe II gibt es, wenn der durchschnittliche Umsatz im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen ist.

Die „Novemberhilfe“ genannte Überbrückungshilfe soll verlängert und erweitert werden. Die dritte Phase (Überbrückungshilfe III) umfasst die Fördermonate Januar bis Juni 2021. Zu ihr gehört auch die „Neustarthilfe für Soloselbstständige“. Sie soll der besonderen Situation von Soloselbstständigen, insbesondere Künstlern und Kulturschaffenden, Rechnung tragen. Zu den zu berücksichtigenden Kosten soll für diese Gruppe eine einmalige Betriebskostenpauschale v on 25 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum zählen.

Wie viel Geld kann man bekommen?

Die Überbrückungshilfe kann bei einem verbundenen Unternehmen insgesamt nur bis zu einer Höhe von 200.000 Euro für vier Monate gewährt werden. Antragsteller dürfen die Überbrückungshilfe I und II nur zur Deckung erstattungsfähiger Kosten verwenden. Dazu gehören Fixkosten wie Miete und Personalaufwendungen. Eine Aufstellung findet sich unter www.stmwi.bayern.de/ueberbrueckungshilfe-corona/. Die Neustarthilfe der Überbrückungshilfe III ist insbesondere gedacht für Künstler und Kulturschaffende und beträgt einmalig bis zu 5.000 Euro. Sie deckt den Zeitraum bis Juni 2021 ab. 

Wie und wo stellt man den Antrag?

Achtung: Ausschließlich Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer sind berechtigt, Anträge einzureichen. Anlaufstelle ist die IHK.

Muss man die Finanzhilfe versteuern?

Der Zuschuss wird bei den Steuervorauszahlungen für 2020 nicht berücksichtigt. Er ist jedoch als Betriebseinnahme anzugeben. Umsatzsteuer fällt auf ihn nicht an.

Wo bekomme ich Beratung?

Die IHK München und Oberbayern hat eine Hotline zur Überbrückungshilfe Corona eingerichtet. Diese ist erreichbar unter der Telefonnummer 089/51 16 11 11 oder info@muenchen.ihk.de. *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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