Inzidenzen steigen

Vierte Corona-Welle in Bayern? Zwei Regionen ohne neue Fälle – doch Ministerium gibt bittere Prognose ab

Corona in Bayern
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Die FFP2-Maske wird in Bayern wohl erst einmal nicht aus dem Alltag verschwinden. Denn die Corona-Zahlen steigen wieder.

Auch wenn die Corona-Zahlen derzeit vergleichsweise niedrig sind: Die Inzidenzen in Bayern steigen wieder. Droht dem Freistaat bereits im Herbst die vierte Welle?

München - Es ist ein aktueller Trend in der Pandemie, vor dem auch Bayern nicht verschont bleibt: Auch wenn die Fallzahlen momentan niedrig sind - die Corona*-Zahlen steigen wieder. Lediglich in zwei Regionen im Freistaat gab es innerhalb der letzten sieben Tage keine Neuinfektionen.

Corona in Bayern: Inzidenzen steigen wieder - zwei Regionen ohne Neuinfektionen

Für die Stadt Straubing und den Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz meldete das RKI am Samstag, 24. Juli, keine neuen Ansteckungen. Am höchsten liegt die Sieben-Tage-Inzidenz* im Freistaat mit 37,8 im Landkreis Berchtesgadener Land. Danach kommen die Stadt Bamberg (33,6), gefolgt vom Landkreis Dillingen an der Donau (30).

Insgesamt meldeten die Gesundheitsämter in Bayern binnen eines Tages 220 Corona-Neuinfektionen und zwei Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus. Bayernweit liegt die Inzidenz mittlerweile bei 12,2. Zum Vergleich: Der aktuelle Bundesdurchschnitt ist 13,6.

Wegen der aktuellen Entwicklungen droht auch dem Freistaat im Herbst die vierte Corona-Welle. Das Gesundheitsministerium in München rechnet damit, dass die Urlaubssaison zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen kann. „Deshalb muss in der nächsten Zeit eher mit einem weiteren Anstieg gerechnet werden“, äußerst sich ein Sprecher in München gegenüber der DPA.

Corona in Bayern: Vierte Welle droht im Herbst - Große Hoffnung sind Impfungen

Auch das Robert Koch-Institut in Berlin rechnet in Modellszenarien mit einem erneuten starken Anstieg der deutschlandweiten Fallzahlen ab Ende Oktober. Noch aber sind die Zahlen niedrig. Deswegen können „lokale Ausbrüche den Wert der Reproduktionszahl relativ stark“ schwanken lassen, so ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München. „Wie sich das Geschehen weiterentwickelt, kann nicht vorhergesagt werden und wird weiter beobachtet.“

Eine große Rolle bei der Ausbreitung des Virus spielt die Delta-Variante. Sie ist mutmaßlich ansteckender ist als andere Corona-Varianten. Nach Angaben des RKI vom 14. Juli lag der Anteil der Delta-Variante bei den gesamten Neuinfektionen in Deutschland bis dahin bei knapp drei Viertel.

Die große Hoffnung: Dank Impfungen* und einer steigenden Zahl von Genesenen schreitet die Immunisierung voran. Aus diesem Grund rechnet die Staatsregierung auch mit weniger Kranken und Toten. Allerdings sei dies keine Entwarnung. „Steigen die Infektionszahlen jedoch sehr stark an, steigt gleichzeitig das Risiko, dass es zu einer erhöhten Anzahl schwerer Erkrankungen kommt und die Hospitalisierungen wieder zunehmen“, sagt der Ministeriumssprecher. „Dieses gilt es zu vermeiden.“

Übrigens: Die wichtigsten Geschichten aus dem Freistaat gibt‘s jetzt auch in unserem brandneuen, regelmäßigen Bayern-Newsletter. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA (kof/dpa)

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