Inzidenz insgesamt rückläufig

Corona-Infektionen bei Kindern steigen an: Elternverband äußert Vermutung zur Ursache

Coronavirus - Schulunterricht mit Maske
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Die Inzidenz bei Bayerns Schülern ist zuletzt gestiegen.

Die Corona-Infektionszahlen in Bayern waren zuletzt gesunken, bei einer Gruppe gab es dagegen einen deutlichen Anstieg. Es gibt bereits eine Vermutung, warum.

Update vom 21. September, 11.45 Uhr: Zuletzt waren die Corona-Infektionszahlen in Bayern gesunken, doch bei schulpflichtigen Kindern gab es einen deutlichen Anstieg. Woran dieser genau liegt, ist nicht bekannt. Henrike Paede vom Bayerischen Elternverband vermutet aber einen Zusammenhang mit den seit 14. September wieder stattfindenden Schultestungen. „Im Urlaub wurde nicht getestet“, sagte sie. Dass sich die Jugendlichen erst in der Schule angesteckt haben, schließt sie als Grund für den deutlichen Anstieg aus. Denn: Aufgrund der Inkubationszeit würden solche Infektionen noch nicht in der Statistik auftauchen können (siehe Erstmeldung).

Bayerns Gesundheitsministerium verweist darauf, dass allerdings auch der Schulbetrieb selbst Infektionen begünstigen könne. Es fänden schließlich wieder mehr Kontakte unter Jugendlichen statt, erklärt eine Sprecherin. „Zusätzlich gilt es noch zu beachten, dass der Impffortschritt in der Altersgruppe 12-17 Jahre deutlich hinter dem anderer Altersgruppen liegt“, betonte sie. Eine Impfung sei ja erst nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) möglich geworden. Daher sei erst etwa ein Viertel der Jugendlichen in dieser Gruppe vollständig geimpft. Für Jüngere gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff.

Inzidenz in Bayern rückläufig - doch Zahlen in einer Gruppe steigen deutlich

Erstmeldung vom 21. September, 6.18 Uhr: München - In der ersten Schulwoche gingen in Bayern die Corona*-Infektionszahlen zurück. Doch in der Altersgruppe der schulpflichtigen Kinder gab es einen deutlichen Anstieg. Durch die Schultests dürften viele unentdeckte Infektionen* zum Vorschein gekommen sein.

Bayern: Corona-Inzidenz bei 6- bis 15-Jährigen steigt deutlich

Dies lassen die aktuellen Infektionszahlen des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vermuten. Demnach ist die Inzidenz* in der Altersgruppe der 6- bis 15-Jährigen in der zurückliegenden Woche deutlich gestiegen - dagegen war sie bei fast allen anderen Altersgruppen rückläufig.

Am Dienstag (14. September) startete im Freistaat die Schule nach den Sommerferien. Die Schüler müssen sich mehrfach pro Woche testen. In der ersten Schulwoche waren überall die Schnelltests* im Einsatz, die bereits vor den großen Ferien verwendet wurden.

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Erste Schulwoche in Bayern: Deutlicher Anstieg der Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen

In der Gruppe der 6 bis 11 Jahre alten Kinder gab es in der ersten Schulwoche ein Anstieg der Inzidenz von 149 auf 191, während es bei jüngeren Kindern einen leichten Rückgang auf 87 gab (minus 3). Ähnlich deutlich war der Anstieg bei den 12- bis 15-Jährigen von 175 auf 202. Auch hier gab es bei den älteren Jugendlichen (16 bis 19 Jahre) einen Rückgang von 194 auf 173.

Auch bei den weiteren Altersgruppen gab es meistens rückläufige Zahlen, nur bei den über 80-Jährigen gab es einen geringfügigen Anstieg. Allerdings sind die Infektionszahlen bei den Rentnern weiterhin unterdurchschnittlich in Bayern. Der Landesdurchschnitt der Inzidenz sank laut Gesundheits-Landesamt in Erlangen in der vergangenen Woche von 94 auf 87.

Bayern: Darf mein Kind mit Husten oder Schnupfen in die Schule?

Corona-Inzidenz bei Bayerns Schülern steigt: Vermutung für Ursache

Woran der Anstieg bei schulpflichtigen Kindern genau liegt, ist nicht bekannt. Henrike Paede vom Bayerischen Elternverband vermutet aber einen Zusammenhang mit den seit 14. September wieder stattfindenden Schultestungen. „Im Urlaub wurde nicht getestet“, sagte sie.

Dass sich die Kinder erst in der Schule angesteckt haben, schließt die stellvertretende Landesvorsitzende als Grund für den deutlichen Anstieg allerdings aus. Aufgrund der Inkubationszeit würden solche Infektionen noch nicht in der Statistik auftauchen können.

In den Grund- und Förderschulen werden die Schnelltests ab dieser Woche nach und nach durch die sogenannten PCR-Lollitests ersetzt, die in den Laboren ausgewertet werden und genauer sind als die bisherigen Tests. (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Vier Kreise in Oberbayern befinden sich unter den zehn Hotspots bundesweit. Ein Landkreis steht auf Platz 1.

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