Newsticker für die Frankenmetropole

Corona in Nürnberg: Inzidenz unter 100-Marke - Statistik zu Verteilung des Infektionsgeschehens in Stadtteilen

Eine Fachärztin für Allgemeinmedizin impft in ihrer Praxis eine Patientin gegen das Coronavirus.
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Die Impfungen in Nürnberg gehen voran.

Die Inzidenz in Nürnberg liegt nun wieder unter 100. Stadt gibt Statistik zu Infektionsgeschehen in Stadtteilen heraus. Alles Weitere in unserem News-Ticker.

  • Die Inzidenz ist wieder gesunken auf 91,1. (siehe Update vom 21. Mai, 10.40 Uhr)
  • Stadt Nürnberg* gibt Statistik heraus über Verteilung des Infektionsgeschehen in den Stadtteilen. (siehe Update vom 21. Mai, 10.40 Uhr)
  • Oberbürgermeister Marcus König kündigt Veränderungen im Gesundheitsamt an. (siehe Update vom 19. Mai, 12.07 Uhr)
  • Dieser News-Ticker wird laufend aktualisiert.

Update vom 21. Mai, 10.40 Uhr: Nach dem Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz am gestrigen Donnerstag ist der Wert in Nürnberg heute wieder deutlich gesunken und liegt nun bei 91,1. Demnach sind 74 Fälle und zehn Verstorbene neu hinzugekommen.

Die Stadt Nürnberg hat nun auf Grundlage der Daten des Gesundheitsamts eine Statistik herausgegeben, die zeigt, wie die Infektionszahlen in den Stadtteilen der Frankmetropole verteilt sind. Wie die Stadt schreibt, seien seit April 2020 etwa 6,2 Prozent der Bürger infiziert gewesen und gemeldet worden. Dabei lässt sich feststellen, dass davon viele Menschen in der Süd- und Weststadt wohnen. Im Norden der Stadt sind hingegen weniger Fälle zu verzeichnen. Damit verläuft bzw. verlief das Infektionsgeschehen in den einzelnen Stadtgebieten durchaus unterschiedlich.

Corona in Nürnberg: Hasenbuck seit Beginn der Pandemie überdurchschnittlich betroffen

Doch die Stadtteile waren auch von den Wellen der Pandemie unterschiedlich betroffen. In Hasenbuck waren es seit Beginn der Corona-Pandemie 9,8 Prozent gemeldete Infizierte - das übersteigt den Durchschnitt der gesamten Stadt von 6,2 Prozent deutlich. Jetzt allerdings, in der dritten Welle seit 1. März, liegt die Prozentzahl in dem gleichen Stadtbezirk nur bei 1,7 Prozent und somit etwas weniger als der städtische Durchschnitt von 1,8 Prozent.

Diese Stadtteile waren in der dritten Welle besonders betroffen: Steinbühl mit 3,3 Prozent, Werderau mit 3,1 Prozent und St. Leonhard mit 2,8 Prozent. Bezirke wie Maxfeld mit 0,8 Prozent oder Kornburg/Worzeldorf mit 0,9 Prozent hat es in der dritten Welle unterdurchschnittlich getroffen.

Corona in Nürnberg: Inzidenz schwankt hin und her

Update vom 20. Mai, 15.57 Uhr: Hin und her bei der Corona-Inzidenz. Nachdem die Stadt Nürnberg am Mittwoch nach langer Zeit mal wieder die wichtige Grenze von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage geknackt hatte, stieg sie am heutigen Donnerstag erneut an und liegt bei 100,3. Dazu kamen noch einmal 107 neue Corona-Infektionen in den vergangenen 24 Stunden. Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern nimmt derweil weiter ab. Es werden auf den Intensivstationen noch 37 Menschen (-4) wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt - auf Normalstation sind es 67 (-8).

OB König will im Gesundheitsamt Nürnberg neue Strukturen schaffen

Update vom 19. Mai, 12.07 Uhr: In der letzten Woche gab es viel Wirr-Warr um die Corona-Zahlen. Das Gesundheitsamt hatte versehentlich Indexfälle erneut als Erstfälle weitergeleitet. Die Folge war ein viel zu hoher Inzidenzwert. Die Nürnberger Inzidenz musste daraufhin nachkorrigiert werden. Da das nicht die erste Panne war, kündigte Oberbürgermeister Marcus König (CSU) nun neue Strukturen im Gesundheitsamt an. Die Veränderungen werden heute von Britta Walthelm (Grüne) im Stadtrat vorgestellt.

Außerdem sollen künftig auch die Corona-Zahlen der einzelnen Stadtteile veröffentlicht werden, um anhand dessen weitere Impfaktionen zu planen. „Es hat bereits in den vergangenen Wochen eine Analyse der Stadtteildaten gegeben. Auf dieser Basis sind Impfkampagnen entwickelt worden, die den Menschen vor Ort angeboten werden sollen“ erläutert König gegenüber infranken.de. Als Erstes hat man mit einem Impfangebot bei der Nürnberger Tafel angefangen. Weitere Impfaktionen, etwa über die städtische Noris Arbeit (NOA), sollen demnach folgen.

Corona in Nürnberg: Inzidenz erstmals wieder unter 100er-Grenze

Update vom 19. Mai, 9.45 Uhr: Am Vortrag meldete das RKI noch einen Inzidenzwert knapp über 100. Heute ist es das erste Mal seit Monaten, dass die Inzidenz der Stadt die 100er-Grenze unterschritten hat. Laut RKI liegt der Wert heute bei 97,4. Wenn der Wert stabil unter 100 bleibt, können in Nürnberg größere Lockerungen kommen. Das bedeutet, der Wert muss an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegen. Dann kann ab dem siebten Tag gelockert werden.

Was das bedeutet: Die Biergärten dürften wieder öffnen, man könnte Theater und Kinos wieder besuchen und man dürfte sich mit zwei Haushalten bis zu fünf Leuten treffen. Wenn der Abwärtstrend in Nürnberg so weiter geht, könnten die Lockerungen schon nach dem verlängerten Pfingstwochenende beginnen. Diese Lockerungen gelten schon bei einer Inzidenz unter 150.

Inzidenz weiter im Abwärtstrend - Impfungen gehen stetig voran

Update vom 18. Mai, 10.10 Uhr: Der Abwärtstrend für die Sieben-Tage-Inzidenz in Nürnberg geht weiter. Im Vergleich zum gestrigen Montag sind die Zahlen laut dem RKI wieder um zehn Punkte gefallen. Das bedeutet, dass die Inzidenz am Dienstag bei 106,1 liegt. Es sind 18 neue Fälle hinzugekommen, drei weitere Menschen sind verstorben. Auf den Intensivstationen liegen momentan 43 Corona-Patienten (+4) und auf den Normalstationen 79 (-14).

Währenddessen geht auch das Impfen zügig voran. Mittlerweile sind in Nürnberg 240.354 Impfdosen verabreicht worden. Einen vollständigen Schutz haben 53.149 Menschen. Die Stadt ist bei der Impfung für Menschen in der Priorisierungsgruppe 3 angekommen. Gestern startete eine Impfaktion für Nutzer der Nürnberger Tafel. Um die Impfungen kümmern sich mobile Teams, die auch schon in zahlreichen anderen Einrichtungen unterwegs waren.

Corona in Nürnberg: Erste Lockerungen wegen Inzidenzwert unter 150

Update 17. Mai, 16.45 Uhr: Der Inzidenzwert in Nürnberg liegt seit sechs Tagen unter 165 und seit fünf unter 150. Damit dürften in den nächsten Tagen schon erste Lockerungen in Kraft treten. Zum einen ist es wieder erlaubt per „Click & Meet“ in Einzelhandelsgeschäften einkaufen zu gehen - allerdings nur mit einem negativen Coronatest. Für vollständig Geimpfte und Genese fällt dieser Test weg, wenn sie einen entsprechenden Nachweis vorzeigen können.

Zum anderen dürfen sich die Grundschulkinder wieder über Präsenzunterricht freuen. Bei einer Inzidenz unter 165 geht es für die Kleinen wieder in die Schule. Schon ab Dienstag (18. Mai) geht der Präsenzunterricht daher wieder los.

Corona in Nürnberg: Sieben-Tage-Inzidenz über das Wochenende stark gefallen

Erstmeldung vom 17. Mai: Nürnberg - Seit einer Woche sind in vielen Städten Bayerns wieder Lockerungen möglich. Voraussetzung dafür ist eine Sieben-Tage-Inzidenz* von unter 100 über fünf Tage. Die bayernweite Inzidenz liegt immerhin bei 82,6. In den Städten Erlangen* und Schwabach* können sich die Leute schon über die Öffnung der Außengastronomie und Kultureinrichtungen freuen. Auch in Nürnberg scheint sich die Lage langsam zu entspannen.

Letzte Woche meldete das Robert-Koch-Institut* (RKI) an mehreren Tagen eine fehlerhafte Inzidenz von über 200 für Nürnberg. Die Stadt gab daraufhin in einer Pressemitteilung die Zahlen nach eigenen Berechnungen bekannt. Grund für die Datenpanne waren einige Doppelmeldungen des Gesundheitsamts an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und an das RKI. Über das Wochenende ist der Inzidenzwert der Stadt nun weiter stark gefallen. Am Freitag meldete das RKI noch einen Wert von fast 150. Heute liegt er bei 116,3.

Es sind 51 Corona-Fälle hinzugekommen. Damit kommt Nürnberg auf eine Gesamtzahl von 33.207 Fällen. Die Zahl der Verstorbenen liegt weiterhin bei 923. Bei den Corona*-Patienten im Krankenhaus lässt sich ein leichter Rückgang erkennen. Auf den Intensivstationen befinden sich noch 39 Corona-Infizierte, auf den Normalstationen 93. Sollte die Inzidenz in Nürnberg weiter stark sinken, könnten auch in der Frankenmetropole bald Lockerungen eintreten.

Corona in Nürnberg: Weniger Teilnehmer als erwartet bei Querdenker Demo erschienen

Bei einer Demonstration der „Querdenker“-Bewegung sind am Samstag weniger Menschen erschienen als erwartet. Nach Angaben der Polizei kamen rund 1200 Demonstranten zu der Kundgebung. Für die Demo waren 3500 Teilnehmer angekündigt gewesen. Zu einer Gegendemonstration seien etwa 300 Teilnehmer auf den Nürnberger Volksfestplatz gekommen, sagte ein Polizeisprecher der deutschen Presse-Agentur (dpa).

Michael Ballweg, Gründer der „Querdenken-Bewegung“, hält bei der Kundgebung auf dem Volksfestplatz in Nürnberg eine Rede.

Zuvor hatte es ein regelrechtes juristisches Tauziehen um die Veranstaltung gegeben. Nachdem die Stadt die „Querdenken“-Versammlung verboten hatte, zogen die Organisatoren zunächst vor das Verwaltungsgericht im mittelfränkischen Ansbach. Dort wurde eine stationäre Demonstration ohne Protestzug auf dem Festplatz genehmigt, die Teilnehmerzahl wurde von den Richtern genehmigt. Nachdem die Stadt ihrerseits gegen die Entscheidung vorging, bestätigte am Freitagabend der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München in dem Eilverfahren die Genehmigung der Kundgebung.

Aktivisten der „Querdenker“-Bewegung demonstrierten am Samstag in Nürnberg.

„Querdenker“-Bewegung kündigt Strategiewechsel an - Polizei mit Hundert Beamten vor Ort

Auch die Veranstalter zeigten sich von dem geringeren Zuspruch enttäuscht. Man bekomme derzeit nicht genügend Menschen auf die Straße, sagte einer der Redner. Er kündigte einen Strategiewechsel an, der in Vorbereitung sei. Es werde deshalb vermutlich in den kommenden Monaten weniger „Querdenker“-Demos geben. Die Nürnberger „Querdenken“-Gruppe wollte mit der Versammlung an ihre erste Demo vor fast genau einem Jahr erinnern, wie die dpa berichtet.

Hunderte Polizeibeamte waren am Samstag am Nürnberger Volksplatz im Einsatz.

Laut Polizei verliefen beide Versammlungen „nahezu störungsfrei“. Gegen vier Personen wurden Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen des Verdachts der Beleidigung, der Volksverhetzung sowie des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet, heißt es in einer Mitteilung der Polizei Mittelfrankens*. Die Polizei war mit mehreren Hundert Beamten vor Ort. Unterstützung bekam sie von der bayerischen Bereitschaftspolizei. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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